Tierbefreiungen sinvoll? | Vegane Gesellschaft Österreich

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torn
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Tierbefreiungen sinvoll?
Hallo, Ich habe mich schon viel mit dem Thema 'Tierbefreiungen' auseinandergesetzt und war eigentlich immer der Meinung es ist sinvoll da: 1.) Jedes Leben es wert ist gerettet zu werden, auch wenn es Im ganzen Bild nicht viel ändert und 2.) Die Tiere auch nicht einfach von den Betrieben ersetzt werden, so das ein anderes den Platz einnehmen müsste, da man ja nur einen kleinen Teil befreit und 'verluste' ja schon mit eingerechnet sind (tod der Tiere). Also hätte man einfach ein paar Leben gerettet? Ich würde mir wünschen das es so ist, aber aus mehreren quellen habe Ich jetzt schon gehört, das die Tiere aus solchen verhältnissen sehr krankheitsanfällig wären und/oder genetisch schon schlechte Überlebenschancen hätten, da sie sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen wären. Vor allem bei Hünnern soll das schlimm sein. Kann das jemand bestätigen oder widerlegen? Ich finde nicht viele Informationen über das Leben von Tieren nach ihrer Befreiung. Ich muss auch noch dazu sagen das ich bei so etwas noch nie beteiligt war.
eisblume
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Legehennen brauchen etwas Zeit...
Hallo torn! Ich finde es schön dass du dir Gedanken machst wie sich die Tiere fühlen. Und das du wenigstens ein paar von ihnen ein schönes Leben bescheren möchtest. Also bei den Hühnern ist das so das sie sicher etwas Zeit für die Umstellung brauchen, sie haben oft ein etwas lockereres Gefieder als ihre Artgenossen aus Freilandhaltung. Deshalb macht es nicht viel Sinn sie gleich nur draußen halten zu wollen, sie müssen sich erst erholen! Von der Rasse her macht es keinen Unterschied.. Der Landwirt ob er nun Bodenhaltung, Freilandhaltung macht , oder Bio ist, möchte viele Eier produzieren.. (ausgenommen bio Betrieb die seltene und alte Rassen halten) ich meine damit folgendes: Ja, diese Hühner sind natürlich Überzüchtet und anders als ihre freien Verwanden in der Natur, aber ihre Anfälligkeit gegenüber Krankheiten ist hier überschätzt... die Hühner die manche "Ökos" halten oder die Hühner die am Land Draußen rum laufen sind oft die selbe Rasse(Legerasse) wie die in solchen Stallungen. Die Haltung in dieser Menge an Tieren (=Massenhaltung) verursacht die hohe Ansteckungsgefahr.. Natürlich gekoppelt mit den schlechten Haltungsbedingungen(Hochleistungsfutter, altes Einstreu.. wird erst bei der nächsten Charge frischer Hühner ersetzt, Kunstlicht,.. etc was mir jetzt bei Bodenhaltung so spontan einfällt) Auf was du aber wirklich aufpassen solltest ist die Angst die du erzeugen wirst! Die Tiere werden sich fürchten, du wirst sie eventuell unabsichtlich aufscheuchen... dann bekommen sie Panik und trampeln einander tot. Dies gilt bei Lege sowie bei Mast -Tieren. Bei Mast-Tieren ist das ganze noch etwas schlimmer, besonders bei Mast -Puten zum Bsp. , ein lautes in die Hände klatschen und da fielen früher viele schon vor lauter Schock um. Da das auch nicht wirtschaftlich ist hat man daran gearbeitet sie etwas Stress resistenter zu machen, trotzdem sollte man beachten das sie nicht viel Stress aushalten! (Desto mehr Fleischansatz das Tier hat und die Fettschicht weggezüchtet wird desto stressanfälliger sind die Tiere) Noch dazu kommt das Mast- Tiere eben so ein verdammt schnelles Wachstum haben, da kommen die Gelenke und das Gefieder nicht mit (in den meisten konventionellen oder schlechten bio Betrieben) Auch das Gewicht das die Beine der Tiere dann tragen sollten ist einfach zu viel. Also wenn du Tiere befreien willst dann lieber keine überzüchteten Mast-Tiere, wie solltest du sie artgerecht halten wenn es alleine wegen ihres Körpers schon nicht geht. Ich weiß jetzt nicht ob du dich vegan ernährst, aber was machst du dann mit den Eiern( falls du Legehennen befreist). Wegnehmen?.. dann legen sie wieder Eier, brüten lassen? dann vermehrst du sie ja noch, und ohne Hahn wäre es auch nicht artgerecht, finde ich! Da muss man sich ganz schön viel überlegen vorher! Falls du es durchziehst wünsch ich dir viel Glück! Hoffe aber das du die Tiere von jemanden klaust der es verdient hat..... also jemand der sie eindeutig schlecht hält. Ich würde es wichtiger finden für Aufklärung zu sorgen, die Leute sollen endlich begreifen wie degeneriert manche Tiere schon sind, wie sie leiden müssen! (Genau genommen sollte man überhaupt gegen Tierhaltung sein wenn man es konsequent zu Ende denkt) Ich hoffe es war wenigstens ein bisschen hilfreich Liebe Grüße eisblume
Drosselbart
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Das ganze nützt nichts. Das
Das ganze nützt nichts. Das einzige was wirklich hilft wäre ein Konsumsstopp. D.h., dass die Menschen dieses Dreckszeug nicht mehr kaufen. Dadurch werden keine Tiere mehr getötet das ganze nimmt ein Ende. Tiere zu befreien ist, als würdest du der Schlange einen Kopf abschlagen, der sofort wieder nachwächst. Es führt zu nichts. Im schlimmsten Fall machst du dich sogar strafbar. Je weniger Menschen dieses Fleisch kaufen, desto eher wird dieses Problem ein Ende finden! Da liegt die Lösung!
torn
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Bruh, warum gräbst du
Bruh, warum gräbst du eigentlich die ganzen alten posts wieder aus ;)? Naja, der vergleich mit der Schlange hinkt etwas, passend wäre "Tiere zu befreien ist, als würdest du einer Schlange den Kopf abschlagen, aber den anderen Milionen nicht." Das es am ganzen Bild nicht viel ändert habe ich ja oben schon geschrieben. Meine Frage entsprang auch nur meinem interesse am wohlergehen der einzelnen Tiere, die bei solche aktionen regelmäßig befreit werden. Da dieser Beitrag nur meiner eigenen Aufklärung galt, und nicht als Ankündigung oder ähnliches zu verstehen war, mache ich mich schon nicht strafbar, wenn das neue Staatsschutzgesetz kommt werde ich ihn aber vielleicht sogar tatsächlich löschen -.-
Cerialista
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Solange sich nicht etwas in

Solange sich nicht etwas in den Köpfen der Leute ändert und die Gesellschaft mal aufhört so dermaßen ignorant und dekadent zu sein, wird sich an der aktuellen Situation wahrscheinlich nicht viel ändern. Tierbefreiung ist gut gemeint aber reine Symptombehandlung. Ändert also nichts an den Problemen, dass das Drama dann eben mit anderen Tieren fortgesetzt wird. Klingt hart, ist aber so.

Vielmehr muss man die Leute aufklären, wie genau das eigentlich alles abläuft und was die Tiere alles erleiden müssen. "Oh, nee! Das kann ich mir nicht angucken!"-Geheule ist leider noch sehr present heute. Aber momentan sind harte Bilder die einzige Möglichkeit bei der weichgespülten Masse und ihrem riesen Defizit an Emphatie was zu erreichen. Gilt natürlich nicht für jedermann. ;-)

Das ist bei der großen Ignoranz, der man aktuell auch in anderen Themen entgegenstößt (Noch!) nicht so einfach. Ich bezweifle auch, dass es jemals komplett aufhört. Wäre aber schonmal ein Fortschritt, es nicht mehr in Massen zu produzieren und in Theken alles vollzuhauen mit Schweineschenkeln und Co., nur damit es für den Kunden "schön gefüllt" aussieht. Wenn wir eines Tages vielleicht den Punkt erreicht haben, bei dem man sein Fleisch vorbestellen muss, wird sich die Situation um ein vielfaches gebessert haben, wenn es natürlich auch nur ein kleiner Fortschritt ist. Dazu fehlt aber noch eine Menge Arbeit und auch die Bereitschaft der Masse, die Welt ernsthaft verbessern zu wollen und aufzuhören sich alles schön zu reden, damit man sich persönlich besser fühlt und es bequem hat. Sehen wirs ein, wir sind eine absolut verwöhnte Gesellschaft.

"Wo kommt die Milch her?" - "Aus dem Supermarkt."

Jap - Soweit sind wir schon! *Augenverdreh*

 

DeepSpace
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Ich denke ja, dass

Ich denke ja, dass Regierungen irgendwann man anfangen werden müssen diese Dinge zu verbieten oder zumindest stark einzuschränken. Der Kilmawandel ist unaufhaltsam unterwegs und in 50 Jahren wird es auf der Welt ganz anders aussehen. Leider.

plasma
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Ich bin/war/habe

Ich bin/war/habe  bei einigen tierhilfen ausgeholfen. Jetzt nicht mehr. Selten ging es ums tier sondern mehr „ich weiß es besser als du“ usw.bis hin zu kalten kriegen und moppen unter den vereinen und mitgliedern. Jetzt kümmre ich mich auf eigenkosten und selbstverantwortlich um tiere soweit es der begrenzte platz, meine zeit und meine finanziellen möglichkeiten zulassen. Ich kann nicht allen helfen, nein zu sagen und hilfe abzulehnen schmerzt verdammt. Aber ich weiss das ich auf kosten meiner pfleglinge keine weiteren aufnehmen darf, will und kann.  

Die frage die auch immer wieder aufkam, "kann ich helfen wenn ich tiere von tier-vermehrer freikaufe". - Endlose diskussionen. Ich denke wie auch schon hier erwähnt wurde, das solange die menschen kaufen und die insdustrie stützten wird sich nichts ändern. Letztendlich zaehlt ja nur die gier und der profit. Tiere freikaufen bringt ebenso wenig. Für jedes tier das man freikauft werden zig nach gezüchtet. Das gleiche mit der bettelmafia. Solange geld eingenommen wird wird sich die lage nicht verbessern

JAAA und natuerlich tun mir die tiere leid, auch die misshandelten menschen die gezwungen werden, aber ein tier zu retten bedeutet 10 andere zu opfern. Um diese profitmaschinerie auf kosten anderer abzustellen kann nur weltweite gesetzes änderungen etwas bewirken, oder das jeder einzelne von uns aufhört dieses system zu subventionieren und zu stützen. Eine pflanze kann nur solange wachsen solange sie nährstoffe erhält.      

Liebe Gruesse

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