Vegan ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen... | Vegane Gesellschaft Österreich

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Ameisenbär
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Vegan ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen...
... nun muss es sich nur noch gewichten und verfestigen!

Dieser Thread soll positive Beispiele zeigen, die beweisen, dass Vegan nicht mehr wegzudenken ist.
Ameisenbär
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Penny Markt (REWE-Discounter) in Deutschland
Am Wochenende das Sonder-Werbeheft "Festtage mit Penny" mitgenommen, in dem viele Rezepte stehen, für die man die typisch dekadenten "Mein Fest"-Produkte benötigt. Das Übliche halt: Lammnüsschen mit roten Beeren und Pistazienküchlein, Wiener Schnitzel, Schweinefilet mit Käse und Bacon - und an dieser Stelle dachte ich schon, komm, kannste vergessen, da kommt nix veganes, da kannste bloß schauen, ob Du was zum Veganisieren findest. Pustekuchen: Plötzlich steht da wie selbstverständlich mittendrin: "Bananen-Crème-brulée (vegan)" und "Pistazienschokolade (vegan)", also bei weitem keine lieblosen Alibi-Rezepte, sondern offensichtlich das Feinste vom Feinen. Und das Sortiment von Penny wird nun auch nach und nach veganer. Den Anfang machen Produkte von Viana aus der Eifel, verschiedene Bratlinge/Fleischartiges. Preislich erschwinglich. Braucht echt keiner mehr sagen, er könne sich Vegan nicht leisten!
Miss Sixty
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"Henry am Zug"
so heisst der mobile Snack Trolley bei der ÖBB und der hat Produkte mit V Label, also vegetarisch und 2 Produkte mit vegan gekennzeichnet: Apfel und Mannerschnitten . Obwohl ich dachte letztere sind nicht mehr vegan. Müsste man noch genauer nachfragen. Was es im Bordrestaurant gibt, muss ich mal nachschauen gehen. Aber immerhin , ich war angenehm überrascht . In Friedrichshafen im Zeppelinmuseum gibt's auch 2 vegane Gerichte auf der Karte, ohne dass sie gross Werbung dafür machen. Ich glaub wir sind wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wir werden wahr genommen , vor allem Ernst genommen. Vegetarische Gerichte auf einer Speisekarte sind ohnedies bereits Standard. Das Gleiche wollen wir auch mit veganen !
Johi36
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Ich glaub Henry hat ein
Ich glaub Henry hat ein veganes Curry im Angebot, und die Mannerschnitten waren zwischendurch mal unvegan, da mit Molkepulver oder so, aber das haben sie nach Protesten wieder umgestellt. :-)

http://www.henryamzug.com/docs/Henryamzug_Menuekarte_Winter2_2014.pdf#vi... => ja, das eine Curry ist vegan! :D

Inhaltsstoffe: http://www.henryamzug.com/docs/Henryamzug_Inhaltsstoffe_031214.pdf
mimenda
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Mitte der Gesellschaft...?

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich will euch sagen, wann für mich der Veganismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: dann nämlich, wenn wir an den Bahnhöfen in jedem Fressladen vegane Sachen zum Futtern bekommen und zwar nicht aus Zufall, sondern weil sie für diese Zielgruppe hergestellt werden.

Es gibt in den Supermärkten natürlich mehr vegane Lebensmittel, aber die Auswahl ist doch wirklich gering. Die Ketten wollen halt etwas vom Kuchen abhaben. Da gehen die auch einen "Pakt mit dem Teufel ein".

In Berlin gibt es einen vegan-vegetarischen Weihnachtsmarkt oder einen mit fast an jedem Stand erhältlichen veganen Schmankerln in der Neuen Heimat. Sowas gibt es, weil es dort genug Abnehmer gibt und sich zudem diese Gruppe ohnehin eher im alternativen Millieu angesiedelt ist, das in Berlin sich ja besonders alternativ vorkommt. Das spiegelt aber eben nicht den "Normalzustand" wieder, von dem wir m.E. noch Lichtjahre entfernt sind.

mimenda
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Mitte der Gesellschaft...?

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich will euch sagen, wann für mich der Veganismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: dann nämlich, wenn wir an den Bahnhöfen in jedem Fressladen vegane Sachen zum Futtern bekommen und zwar nicht aus Zufall, sondern weil sie für diese Zielgruppe hergestellt werden.

Es gibt in den Supermärkten natürlich mehr vegane Lebensmittel, aber die Auswahl ist doch wirklich gering. Die Ketten wollen halt etwas vom Kuchen abhaben. Da gehen die auch einen "Pakt mit dem Teufel ein".

In Berlin gibt es einen vegan-vegetarischen Weihnachtsmarkt oder einen mit fast an jedem Stand erhältlichen veganen Schmankerln in der Neuen Heimat. Sowas existiert, weil dort genug Abnehmer sind und diese Gruppe ohnehin eher im alternativen Millieu angesiedelt ist, das in Berlin sich ja besonders alternativ vorkommt. Das spiegelt aber eben nicht den "Normalzustand" wider, von dem wir m.E. noch Lichtjahre entfernt sind.

Ameisenbär
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Du lebst ja noch ;-)
Ja, ich habs versucht, positiv zu sehen. Natürlich hast Du auch irgendwie recht, aber für mich ist es eine Entwicklung, die eindeutig in die richtige Richtung geht und wohl auch nicht mehr aufzuhalten ist. Ich denke halt immer an die Zeiten zurück, wo ich schonmal vegan werden wollte und praktisch nix gefunden habe, was mir den Schritt erleichtert hätte. Diese Woche bin ich durch unsere Kleinstadt gegangen und habe festgestellt, dass es dort ein solch gutes Angebot gibt (Reformhaus, Asia-Supermarkt, Discounter, Supermärkte, Drogerien etc.), dass keiner mehr ernsthaft behaupten kann, dass vegan vom infrastrukturellen her nicht gehn würde. Ich denk, da haben wir es grad in Deutschland echt gut mittlerweile.
mimenda
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Ging das nicht immer schon?

Ohne Ersatzprodukte, also mit pflanzlichen Naturprodukten, konnte man doch schon immer vegan essen, oder?

Ich finde es natürlich gut, dass es diesbezüglich schon einiges gibt, was man als Entwicklung deuten kann. Und ich nehme an, dass die vegane Welle noch an Höhe gewinnt. Aber gemessen an den angeblich schon vielen Veganern (sollen es nicht schon ca. 1 Millionen in D sein), finde ich das Angebot an Ersatzprodukten immer noch sehr dürftig und auch zu teuer.

Eine entsprechende Infrastruktur lohnt sich natürlich erst, wenn es genügend Abnehmer gibt, aber gerade der Umstand, dass es da, wo sich Menschen treffen oder aneinander vorbeilaufen (Bahnhöfe, Restaurants, Mensen) gar nichts bis wenig zu bekommen ist, das expressiv verbis vegan ist, zeigt mir halt, wie sehr das noch Neuland ist.

Neulich war ich hier in meinem Heimatort in einem Edelrestaurant eines Fernsehkochs. Vegan konntest du auf der Karte vergessen, nicht mal Vegetarisches gab es. Gibt es bei den Wohlhabenden und Gourmets niemanden, der es gerne wenigstens mal pflanzlich hätte? Nun, ich habe für knapp 20 EUR einen wunderbaren Feldsalat als doppelte Portion bekommen, bei dem sie den ausgelassenen Speck weggelassen hatten.

Auch das zeigte mir, dass der vegane Gedanke gerade da noch nicht angekommen ist, wo angeblich die Moral und das Geld zu finden ist: in der Mitte des Alters, also bei jenen, die zwischen 40 und 55 sind und vom Verdienst und Grips her in der Blüte ihres Lebens stehen. Der vegane Gedanke wird von der Jugend vorangetrieben. Ob das was bringen wird oder ob die Mehrheit, die als Pop-Corn aus der Pfanne sprang als Bettvorleger aus Schafswolle landen wird, weiß ich nicht. Aber ich bleibe skeptisch, denn die Mitte der Gesellschaft, das wären vom Alter und Schichtenstandpunkt her im Grunde genau meine Altersgenossen. Da kenne ich aber niemanden in meinem Freundeskreis, der auch nur vegetarisch essen würde. Und das sind fast alle nicht gerade arme und eher grün angehauchte Akademiker, von welchen man zumindestens erwarten müsste, dass sie am veganen Gedanken laborieren.

Ameisenbär
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Grüne sind keine Tierrechtler!
Ich stoße mich schon lange Jahre dran, dass die sog. Ökos, Grüne, Naturschützer, Greenpeacer etc. mit Tierrechten nix am Hut haben. In das Bild passt auch, dass ich in der Vergangenheit in zwei Waldorfschulen zu großen Veranstaltungen war, wo es aber auch rein gar nix veganes zu futtern gab. Insofern bin ich auch auf o. g. Ökos, Grüne, Naturschützer und Greenpeacer überhaupt nicht gut zu sprechen. Sie geben die Gutmenschen, schützen die Umwelt, klettern auf Bäume, ketten sich an Gleise - und was haben sie auf ihrem Teller liegen? Ein Stück Tierleiche - natürlich politisch korrekt aus artgerechter Tierhaltung, wie sie sich gerne vorlügen. Denen geht es ja auch gar nicht um die Tiere, sondern einzig und alleine um *ihre* Umwelt und Natur, sie wollen es halt noch schön haben um sich rum, keine Atomkraftwerke sehen, möglichst keine Tiere aussterben lassen, Pflanzen auch nicht und sie spenden ab und an brav in die Dritte Welt, um ihr in Globuli-Spuren vorhandenes Rest-Gewissen zu beruhigen, dabei wäre es effektiver, wenn sie die Fleischfresserei bleiben lassen würden und den hungernden Menschen in der Dritten Welt nicht indirekt die gesunden Grundnahrungsmittel (Soja, Getreide - was die Tiere der Dekadenten zu fressen bekommen) wegessen würden. Wir bräuchten keinen Hunger in der Welt, die Welt hat wahrlich genug Lebensmittel, um alle satt zu machen, aber man muss in den Wohlstandsländern ja unbedingt Tierleichen fressen, die mit den Lebensmitteln der Menschen aus der Dritten Welt gefüttert werden. *Das* ist pervers! Und hirnrissig ist es, wenn man Geld in die Dritte Welt schickt und weiter den Schweinsbraten bis zum Platzen in sich hineinstopft, aber ich bin abgeschwiffen und sarkastisch und böse in meinen Worten geworden, das mag an Deiner Gegenwart liegen, weil ich weiß, dass Du das verstehst und vertragen kannst...

Ich hätte damals für meinen schwachen Willen Ersatzprodukte gebraucht, um vegan zu werden, ich hatte das dringende Bedürfnis nach Molkereiprodukten und guter Schokolade. Da gabs weder Vego noch Alpro-Sojamilch aus dem Kühlregal, die besser schmeckt als Kuhmilch. Heute würde ich nichts unveganes mehr anrühren, selbst wenn mir die veganen Alternativen entzogen werden würden, aber da muss man auch erstmal hinkommen und ich weiß von vielen anderen "Gewohnheitstieren", die das "Essen von Früher" vermissen auf dem Weg zu vegan. Um die ist es schade, wenn es keine Ersatzprodukte gibt.

Ich finde die Ersatzprodukte auch nicht zu teuer. Wer sich keine frische für 1,89 leisten kann oder will, kann immer noch zum Discounter gehen und ne Sojamilch für unter einem Euro kaufen. Klar schmeckt die nicht so gut, aber es wird ja wohl auch seinen Grund haben, warum die gut schmeckende Sojamilch teurer ist. Dann halt eben seltener gute Ersatzprodukte essen/trinken. Und es komme mir bitte jetzt keiner, dass die billige Sojamilch immer noch doppelt so teuer ist wie Kuhmilch. Ich denke, mittlerweile weiß jeder im letzten Dorf, dass Kuhmilch subventioniert wird und ohnehin schon viel zu billig verkauft wird. Man muss auch mal bereit sein, gerecht zu bezahlen, aber ich merks selbst immer wieder, dass die Leute billig, billig, billig wollen. Manchmal ist mir was schon zu billig, dass ich ein komisches Gefühl dabei habe. Man muss von dieser Geiz ist geil-Mentalität endlich mal wegkommen, das ist doch im wahrsten Sinne des Wortes assozial!

Und wenn Du unterwegs bist... Den Tipp mit den Ditsch-Brezeln hab ich Dir ja schonmal gegeben und ständig tauchen gerade von der Albert-Schweitzer-Gesellschaft neue Meldungen auf, welche Kette sich entschlossen hat, vegane Produkte ins Sortiment aufzunehmen. Ich erinnere mich an Starbucks. War nicht bei Subway auch was?

Darüber hinaus und in diesem Zusammenhang sehe ich uns Veganer aber auch ganz deutlich in der Pflicht: Geht in ein Restaurant und fragt danach, ob Ihr was veganes zu essen bekommt. Verlasst das Restaurant, wenn man sich nicht kooperativ verhält oder Euch das Gefühl gibt, Ihr seid lästig. Ein gutes Restaurant erkennt man daran, dass man sich auf Menschen mit anderen Essgewohnheiten einstellen kann und ich haben schon viele kreative Köche erlebt. Nur vom Karten lesen, enttäuscht sein und vorüberziehen wird keiner auf Eure Wünsche aufmerksam, Ihr müsst reingehen, sagen, dass Ihr vegane Speiesen auf der Karte vermisst und fragen, ob sie in der Lage sind, etwas für Euch zuzubereiten. So habe ich bei meinem Besuch in der Waldorfschule nach veganem Essen gefragt und darauf aufmerksam gemacht, dass das sehr schade ist, dass es nichts zu reißen und zu beißen gibt für uns und ich hab später nochmal ne E-Mail hinterhergeschickt. Das gehört für mich zu meinen Aufgaben, wenn ich frech behaupte, dass ich den Veganismus in die Mitte der Gesellschaft bringen will!
mimenda
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Erst Schlachthöfe in Afrika finanzieren

Und dann das Billigfleisch, was hier keiner mehr fressen will, dorthin importieren und den Markt dort kaputt machen, das ist gängige Politik, leider!

Ich habe den Einstieg im Grunde nicht zuletzt durch meinen Drang nach guten Lebensmitteln gefunden. Mir war es schon immer wichtig, wie die Pflanzen aussehen und riechen und im Laufe der Zeit habe ich ein Auge dafür entdeckt, was schmeckt. Bei Fleisch und Käse kann man natürlich auch etwas riechen. Der Fleischgeruch war mir im Grunde nie angenehm. Und in Uruguay, wo ich mich vor über 20 Jahren mal längere Zeit rumgetrieben habe, hat das Fleisch intensiver, aber auch irgendwie natürlicher gerochen - und fantastisch geschmeckt, das will ich nun nicht verschweigen. Aber bei den tierischen Sachen habe ich nie so auf das Aussehen und den Geruch wertgelegt, allein weil Käse ja auch nicht wirklich gut riecht (ist halt ein vergammeltes Milchprodukt).

Ich finde Ersatzprodukte oft zu teuer, weil da auch viel Dreck drinsteckt. Es gibt Sachen, die finde ich lecker, aber ich selbst esse im Grunde von dem, was in diese Richtung geht, nur Tofu, auch in verschiedenen Geschmacksnuancen. Aber das habe ich schon als Vegetarier oft getan. Ist also kein Ersatz für mich in dem Sinne, sondern einfach eine neue Quelle gewesen. Ich war ohnehin schon als Vegetarier so sehr auf Verzicht geeicht, was das Essen betraf, dass ich mir das Leben insofern vereinfacht habe, als viel Gemüse, Hülsenfrüchte usw. auf den Tisch kam. Und als Brotaufstrich, wenn kein Tofu verfügbar ist, ist mir ein naturbelassenes Muß noch am liebsten.

Sowas wie ne Ditsch-Bretzel (der Laden stammt ja aus meinem Ort) würde ich übrigens mein Lebkuchetag nicht anrühren. Vielmehr: da müsste ich schon extremen Hunger haben. Aber ich kann eigentlich immer warten mit dem Essen und wenn ich den ganzen Tag nichts zu mir nehme. Ich esse mal, wenn ich unterwegs bin, Nudeln mit Gemüse (oft sind die aber mit Ei).

Ich frage fast in jedem Restaurant nach einer veganen Option und sage, dass sie das auch mal auf die Speisekarte schreiben könnten, allein schon, um eine gewisse Klientel vielleicht nicht abzuschrecken. Meist sind die Kellner dafür aufgeschlossen, aber ich weiß natürlich nicht, ob sie das dann auch weitergeben.

Ameisenbär
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Alpro
Hab mal Alpro ne Mail geschickt, um für das Thema zu sensibilisieren - deren Rezepte werden immer unveganer!

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die regelmäßige Zusendung Ihres interessanten Newsletters.

Leider musste ich in der Vergangenheit feststellen, dass er immer mehr dazu tendiert, Rezepte als Video-Rezept zu präsentieren. Diese sind zum Nachkochen wenig geeignet. Wenn ich ein Rezept ausprobiere, benötige ich eine Zutatenliste und eine Auflistung der Arbeitsschritte - schriftlich.

Daher schlage ich vor, dass Sie diese Angaben als Alternative zusätzlich zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus möchte ich zu bedenken geben, dass der allergrößte Anteil Ihrer Kunden vegan lebt. Zutaten wie Feta, Lachs oder Seebarsch kommen da einfach nicht gut an. Von Ihren aktuellen Rezepten wäre höchstens das Nachspeisen-Rezept für Veganer geeignet, da ich dort auf den ersten Blick keine unveganen Zutaten erkennen kann, allerdings habe ich mir das Video auch nicht angeschaut.

Ich freue mich auf mehr brauchbare Rezepte und weniger Tierleid im nächsten Jahr und verbleibe

mit freundlichen Grüßen für eine schöne Weihnachtszeit

Ameisen Bär
Ameisenbär
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Antwort Alpro
Antworten tun sie ja schnell, aber der Inhalt verrät doch vieles darüber, dass für Alpro vegan vielleicht doch noch nicht so sehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, wenn das Karnistentum als "normal" bezeichnet wird und "Fleischesser" in Anführungszeichen gesetzt werden. Das ist wohl der Unterschied zum Beispiel zu Produkten von Viana oder Wheaty, wo die Hersteller wirklich voll hinter ihrem Produkt stehen, weil sie sich selbst vegan ernähren. Trotzdem schmeckt die Alpro-Sojamilch nunmal lecker und ist für Leute mit feinen Geschmacksknospen schwer zu ersetzen. Soja-Cuisine oder die Puddinge oder die aromatisierten Drinks mit Carrageen brauch ich ohnehin nicht und halte auch nichts von dieser Zutat, aber hier die Antwort:

Sehr geehrte Frau Bär,
herzlichen Dank für Ihre Email und für Ihr Feedback zum heutigen Newsletter.

Wir von Alpro möchten Produkte anbieten, die den Konsumenten helfen, sich stärker pflanzlich zu ernähren. So wie Sie sind wir der Meinung, dass nicht nur in den pflanzlichen Produkten selbst sehr viel Gutes steckt, sondern dass sie darüber hinaus auch gut für die Umwelt sind. Damit richten wir uns nicht nur an Veganer und Vegetarier – sondern auch an Teilzeit-Vegetarier, Flexitarier und sogar auch „Fleischesser“.

Wir vertreten die folgende Meinung: „Wenn jemand sein Geschnetzeltes mit unserer rein pflanzlichen Cuisine zubereitet statt mit Sahne/ Creme Fraiche o.ä., ist dies bereits der erste Schritt hin zu einer stärker auf pflanzliche Produkte ausgerichteten Ernährung.“ Darüber hinaus zählen wir zu unseren Fans ebenfalls viele Verbraucher, die unter einer Laktoseintoleranz leiden und sich „ganz normal“ weiter ernähren möchten – zwar ohne Laktose aber auch ohne Verzicht.

Ich hoffe, Sie können deshalb nachvollziehen, dass wir eine Auswahl an veganen und auch nicht-veganen Rezepten in Newsletter abgebildet haben.

Unser Tipp: auf unserer neuen Webseite können Sie jetzt neu als Suchfunktion „vegan“ eingeben und erhalten eine tolle Auswahl veganer Rezepte.

Hier der Link: http://www.alpro.com/de/cooking/search?search=vegan&cat

Die PDF Datei zu jedem Rezept finden Sie auf unserer Homepage direkt unter dem jeweiligen Video.

Falls Sie noch Fragen oder Wünsche haben, rufen Sie einfach an, Sie erreichen mich gebührenfrei montags - freitags von 9:00 - 12:00 Uhr unter der Telefonnummer: 0800-58 58 567.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Kochen und Backen und ein fröhliches Weihnachtsfest.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Alpro Kundenservice


Ich würd nur zu gerne mal wissen, was die Dame sich unter dem "Verzicht" vorstellt, gnihi, vielleicht sollte ich sie mal zum Essen einladen, dann kann sie sich danach gleich in der Muckibude anmelden, um ihre Pfunde wieder loszuwerden...
Ameisenbär
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Frauentausch
Hier ein weiterer Grund, warum vegan in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: Gestern hab ich beim Zappen das Ende von Frauentausch erwischt. Es spielte wohl eine vegane Familie mit. Offensichtlich gibts auch unter uns Leute, die sich für solche Sendeformate hergeben... Schlecht wirds nicht sein, denn dann bekommt die entsprechende Klientel auch mal was vom Thema mit ;-)
Johi36
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Deutschlands bester Bäcker
Bei der Sendung bin ich unlängst hängengeblieben (ich finde Kochsendungen interessant, ich veganisiere einfach alles was mir schmecken könnte im Hinterkopf), und eine der Aufgaben war eine vegane Geburtstagstorte zu backen. Natürlich blieben ein paar Seitenhiebe nicht aus, aber die Torte kam insgesamt sehr gut an. :-)
Ameisenbär
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Currywurstfestival
In meiner Heimatstadt wird jedes Jahr das Festival der Currywurst veranstaltet. Ich war da nie, weils für mich nie was gab. Im letzten Jahr hat unsere Lokalpresse stolz geschrieben, dass es sogar eine Currywurst für Vegetarier gegeben hätte: Eine gebackene Banane! Selbstredend hab ich nen ziemlich bösen Leserbrief geschrieben und gefragt, was an ner gebackenen Banane für Vegetarier denn bitteschön besonders innovativ wäre - in einer Stadt, in der es mehrere Bioläden (einer hat sogar das Fleisch für die Bio-Currywurst geliefert), ein Reformhaus und diverse Discounter und Supermärkte gibt, bei denen man nicht nur vegetarische, sondern sogar vegane Würstchen aus Tofu, Seitan etc. kaufen kann. Ich hab das Gefühl, mindestens einer der Verantwortlichen hat diesen Brief gelesen, aber lest den Zeitungsartikel selbst:

http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Festival-Neuwied-wird-wieder...
mimenda
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Servus Ameisebärchen
Hat denn dieses Neuwied nicht mehr zu bieten als ein Curry-Wurst-Festival? Kommt mir ja fast schon so vor wie Berlin. Da machen sie auch immer ein Riesengedöns um Curry-Wurst, wahrscheinlich weil sie nix wirklich typisch Berlinerisches haben. Ich sach ja immer, nördlich von Mainz beginnt langsam die kulinarische Einöde. :-)
Ameisenbär
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Tja, was soll man dazu sagen...
Wohnst ja nicht wirklich weit weg davon und dass Du noch nicht hier warst, wird schon seine Gründe haben. Mir fällt auch nicht wirklich was ein, wenn ich ehrlich bin. Neuwied kämpt halt. Das Stadtmarketing hat sich in den letzten Jahren wirklich gebessert. Manches ist zwar immer noch schwer chaotisch und sie haben wohl Personalmangel, aber sie haben trotzdem ne Menge auf die Beine gestellt. Das Problem sind die Neuwieder, die meckern was das Zeug hält, sind geizig wie nie und kaufen in ihrer eigenen Stadt nicht ein. Ich habs am Weihnachtsmarkt gesehen. Es gab wirklich tolle Sachen dort, aber sie haben nur geguckt und nix gekauft. Dann müssen sie sich nicht wundern, wenn in ein paar Jahren wieder nur Ramsch verkauft wird, weil die Händler wegbleiben.
Ameisenbär
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Update - Glücklich und satt vom Currywurstfestival zurück
Dieses Wochenende freut sich der alte Jubelveganer in mir: Gestern waren schon auffällig viele Leute (für die Verhältnisse unserer kleinen Stadt mit kritischen Konsumenten) am Stand vom Veggiewerk. Aber heute bin ich ja bald aus den Latschen gekippt: Es war der einzige Stand, an dem die Leute lange und geduldig Schlange gestanden haben. Sowas kenne ich sonst nur vom VSD oder anderen eindeutig veganen Veranstaltungen. Zur Feier des Tages gabs heute einen Curryvurstburger. Yummy!!!
chirokon
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Starbucks vegan:
Starbucks vegan: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/starbucks-veganes-ciabatta Irgendwo las ich mal das es in den USA bei Starbucks auch vegane Kuchen geben würde, aber ich hab da keine Entdecken können, vielleicht wurden die wieder aus dem Programm genommen. http://www.peta2.com/lifestyle/surprisingly-vegan-starbucks/ Die Sojamilch Alternative gibts dort ja schon lange und einen veganen Bagel wie in den USA gibts in DE + AT ja nicht. Das sieht aber in Wirklichkeit nicht so gut aus wie auf dem Bild und liegt auch nicht lose in der Auslage, sondern im Selbstbedienungsbereich in Folie verpackt mit jeder Menge Zusatzstoffen drin. Aber es schmeckt schon gut, auch wenn es bessere Alternativen gibt, wie: Freiraum Deli -hat sehr viele vegan Sachen und ist Absichtlich vegan: http://www.freiraum-deli.at Le Crobag - Deutschland + Schweiz- http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/le-crobag-vegane-baguettes Da kann man auch abstimmen, ob einem gefällt das sie vegan Sachen anbieten. Da gibts nen Link ganz unten. Ich nehme mal an spezielle vegan Cafés + Restaurants gehören nicht in diesen Thread. In der Mitte der Gesellschaft sehe ich vegan erst, wenn es überall problemlos und selbstverständlich ist was vergasen zu bekommen. Bei Le Crobag das hab ich noch nicht probiert, obwohl es an ziemlich vielen Bahnhöfen schon vegan Baguette dort gibt, aber hab auch immer nur geschaut obs in der Theke liegt. Da liegt nie etwas, aber man bereitet das wohl extra auf Bestellung zu.
Ameisenbär
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Was willst Du vergasen???
Was willst Du vergasen???
Ameisenbär
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Link spricht für sich
https://www.facebook.com/Veggiewerk?fref=photo

Schönes Foto gegen die gängigen Klischees vom blassen, spassresistenten und unterernährten Veganer ;-)
chirokon
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Die Rechtschreibkorrektur
Die Rechtschreibkorrektur hatte im oberen Beitrag von mir wieder zugeschlagen. Das ist ziemlich nervend. Finds auch toll das immer mehr Festivals vegan Stände haben, dadran sieht man das es in der Mitte der Gesellschaft ankommen wird. Soweit ist es nämlich noch lange nicht. In einer Tausche Familie Sendung ist auch eine vegan Familie, also eigentlich Felix Hnat und einfach mal googeln wenn interessiert.
Ameisenbär
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Vegane Getränke auf der Speisekarte deklariert
Wir waren gestern in der nächstgrößeren Stadt zum Essen. Dort gab es schon immer ein Restaurant mit großer eindeutig vegan deklarierter Auswahl. Nun hat das Schwester-Restaurant (gleiche Besitzerin) vollkommen auf vegetarisch und vegan umgestellt. Dort gibt es sogar eindeutig vegan deklarierte Getränke und Weine in der Karte.
mimenda
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Montevideo
Als ich neulich in der uruguayischen Hauptstadt war, in der ich mal eine Zeitlang gewohnt habe, ist mir auch ein ziemlicher Wandel aufgefallen. Zwar ist das "normale" Essen immer noch in einer Art fleischlastig, die selbst unseren Konsum zu schlagen scheint, wobei in den letzten Jahrzehnten auch der Konsum von Milchprodukten (der noch vor 25 Jahren ziemlich gering war) offenbar drastisch zugenommen hat (im Verein mit Grillfleisch wohl die Ursache dafür, dass Uruguay die meisten Krebsfälle weltweit haben soll), aber ich habe einige vegane Anzeichen in der sonst eher abgelegenen und beharrlichen Stadt am Río de la Plata wahrgenommen. Es gab vegane Gerichte auf den Speisekarten einiger eher alternativ wirkenden Restaurants und sogar ein paar vegane oder vegetarische Restaurants (eins davon, weiß nicht mehr, ob es dasselbe war, gab es auch schon vor 25 Jahren; es war aber meiner Erinnerung nach eher makrobiotisch orientiert). Jedenfalls werden Vegetarier dort nicht mehr wie früher belächelt. Und vegan ist unter den jungen Leuten ganz gewiss ein Thema, dass vielleicht nicht so hochgekocht wird wie in Buenos Aires am anderen Ufer des Río de la Plata, aber es ist dennoch merklich präsent!
chirokon
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Vor einigen Jahren gab es
Vor einigen Jahren gab es diese Werbung noch nicht im privaten Fernsehn: https://www.youtube.com/watch?v=jo2Zmv_gV0c
plant-based
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Ersatz- und sonstige Fertigprodukte
Ich bin eigentlich ganz froh, dass man die meisten "Nahrungs-"mittel aus dem Supermarkt NICHT in veganer Version findet, weil der Dreck eh fast nur aus Fett/Zucker/Salz/Aromen/Geschmacksverstärkern besteht. Ich liebe es, dass ich als Veganerin (auch wenn ich manchmal lieber schnell, praktisch und einfach koche) eben nicht zu allem greifen kann, was da feilgeboten wird. Man merkt erst mit veganen Babies, wie sehr uns die Nahrungsmittelindustrie zu treuen Konsumenten heranzüchtet. Auch wenn ich es manchmal schwierig fand, (fast) alles selbst zu kochen und etwas neidisch wurde auf die Eltern, die bloß ein Gläschen wärmen mussten, bin ich froh, dass meine Kinder (noch) nicht an Industriefutter gewöhnt sind. In Restaurants würde ich mir aber natürlich deutlich mehr veganes Angebot wünschen.
mimenda
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Vollkommen einverstanden, plant-based!
Lustig fand ich gestern, als ich die Fastnachtssitzung aus Mainz sah (lebe ja seit über 40 in dieser Stadt), dass in mindestens 3 Vorträgen die Veganer vorkamen, natürlich als Schreckgespenst. Aber Negativwerbung ist auch Werbung und der Umstand, dass diese (schweine)fettgefressenen Fassenachtä sich überhaupt damit beschäftigen, zeigt ja, wie sehr das Thema offenbar die Leute umtreibt.
Ameisenbär
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Karolin Kebekus letztens auch im Kölner Karneval
Macht sich über die Veganer lustig, die angeblich immer vom Essen reden. Klar, als Veganer darf man das nicht, aber die Karnisten dürfen dauernd von ihren Arten zu essen reden. Diese Arten sind ja durchaus unterschiedlich. Assis brüsten sich damit, dass sie wertloses Fleisch gerade mal günstig bekommen haben. Gutmenschen werfen sich mit Fair-Trade-Käufen in die Brust. Ökos labern dauernd von bio und die, die gerne mit ihrem Reichtum protzen, erzählen, dass sie grad mal wieder online im Ursprungsland Katzenscheißekaffee bestellt haben oder ganz besonders tollen Kaviar. Ich mag Karolin Kebekus sonst eigentlich, aber als sie über die Veganer abgehetzt hat, hatte sie sowas richtig ordinäres, da hätt ich ihr vor die Füße kotzen können!
mimenda
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Na, die ist doch ordinär
Jedenfalls in dieser letzten Sitzung, die man bei YouTube sehen kann, hat se son Tonfall zwischen Köllsch und Kanakisch. :-) Ich finde, sie hat auf eine Weise Recht mit ihrer Veganerschelte. Dieses permanente sich als hip und cool gerieren geht mir auch bei Veganern fürchterlich auf den Sack. Auch das Angepreise von diesen Ersatzprodukten empfinde ich als vollkommen unglaubwürdig. Sehr viele dieser Produkte, die ich probiert habe, schmecken nämlich richtig scheiße. Und Sojamilch schmeckt auch scheiße. Da braucht es dann wohl so eine Art Selbstsuggestion. Aber wozu? Weil die Leute sich für etwas Besseres halten und dies permanent anderen gegenüber in den Mittelpunkt stellen müssen, statt der Sache, um die es geht. Narzissmus ist heute halt eine Qualifikation und keine psychische Störung mehr. Und die Selbstfeierei ist eine wichtige Konstante dieser Gesellschaft. Warum sollten ihr ausgerechnet Veganer nicht erliegen?
Ameisenbär
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Echt jetzt?
Hab schon gedacht, wird mal wieder Zeit, dass Du hier aufläufst!

Scheinbar hab ich das Glück, dass gerade die veganen Narzissten an mir vorübergehen im wahren Leben. Gibt ja auch genügend karnistische Narzissten, als dass ich zu meinem Glück noch welche unter den Veganern bräuchte. (Mal abgesehen von selbstverliebten, selbsternannten Möchtegern-Vegan-Köchen und -Köchinnen, die auf jedem Kanal, in jeder Zeitung und mittlerweile (wie weiland Johann Laber) auch in der Werbung omnipräsent sind, aber die nehm ich genauso wenig ernst wie die karnistischen Selbstdarsteller-Köche, weil sie mir einfach zu leicht zu durchschauen und zu lächerlich sind.)

Den Rest zu dem, was Du geschrieben hast, kommt per Mail ;-)
Ameisenbär
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Das Jenke-Experiment
Als hätte mir jemand einen Narzissten vorführen wollen, hab ich gestern davon gehört, dass RTL o. g. Sendung zum Thema Massentierhaltung ausgestrahlt hat. Nur, dass der Selbstdarsteller kein Veganer ist. Nur mal schnell auf den veganen Zug mit aufspringen, betroffen tun - und weiter Fleisch fressen. So sind die Dumpfbacken unserer empathieverkrüppelten Gesellschaft. Weißt Du was: Da sind mir die angeblichen veganen Narzissten tausendmal lieber, die tun nämlich was und labern nicht nur.
mimenda
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Die anderen tun auch was

Das Tun ist für mich nicht notwendig relevant. Denn Ziel des Tuns muss doch die Erweckung sein, also: man muss immer wacher ("alerter") sein bzw. werden. Natürlich ist es erst einmal gut, einen richtigen Schritt zu gehen, aber wenn du mal die Puddingveganer (also jene, die nur Tierisches weglassen) mit den Fitnesshipstern vergleichst, sehe ich da keinen wirklich qualitativen Unterschied. Natürlich ist der in der Analyse da, aber was passiert denn, wenn man etwas tut und dann stehenbleibt? Die Wirtschaft macht sich die Bewegung zu eigen und beutet sie aus. Den Fitnessdeppen bietet sie Fitness-Center, in welchen du dir deine Lunge aus dem Hals joggen kannst und in den veganen Supermärkten bieten sie jede Menge Kunst auf, um den Puddingveganern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Nun frage ich dich: muss es nicht das Ziel der veganen Bevegung sein, sich weiterzubewegen und sich den Ersatzprodukten, wenn sie Dreck enthalten, zu verweigern? Kommt es allein darauf an, nichts Tierisches mehr zu essen oder geht es darum, den Menschen von seiner Verblendung zu befreien, die es ihm überhaupt erst möglich gemacht hat, Tiere auch dann noch zu fressen, wenn er genausogut ohne dies auskommen kann. Die Verblendung bezieht sich nämlich nicht nur auf die Tiere, sondern der Mensch ist dem Menschen selbst ein Wolf. Und das ändert sich nicht damit, dass er keine Lämmer mehr isst, sondern indem er einen Schritt nach dem anderen tut. Da ich nun mal nicht daran glaube, dass die spirituelle Energie des Menschen so ausgeprägt ist, dass er sich nicht von der Wirtschaft einlullen lässt, bin ich sehr skeptisch. Ich sehe zwar die neusten Entwicklungen bzgl. der gesellschaftlichen Akzeptanz des Veganismus als positiv an, allein mir fehlt der Glaube an die Nachhaltigkeit des ganzen.

Ameisenbär
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Vegan for fat-Challenge
In diesem Monat erscheint "Vegan lecker lecker 2" von Roots of Compassion. Dort gibt es Rezepte für eine Vegan for fat-Challenge - ganz sicher nicht sooo ernst gemeint und als kreativer Angriff auf Hilde und ihre Selbstverliebtheit. Da frage ich mich - bzw. Dich - was besser ist: Ein selbsternannter veganer Koch, der sich auf allen Kanälen präsentiert und angeblich gesunde Ernährung (schon vor Jahren mit Unmengen Fett und dem Argument, dass Veganer ja sooo gesund leben und dann auch mal ne Flasche Öl verplempern können) vermarktet, oder eine Kooperative, die angeblich ungesunde Kalorienbomben in ihrem Kochbuch hat und aktiv gegen die Tierausbeutung vorgeht (von denen trägt nämlich keiner Lederschuhe)...
chirokon
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Wurstfirma bietet nun auch
Wurstfirma bietet nun auch vegetarisch an: Rügenwalder als vegetarischer Aufschnitt http://www.welt.de/wirtschaft/article132219982/Ruegenwalder-experimentie...
Ameisenbär
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Pro und contra
Ich seh das mit einem weinenden und einem lachenden Auge: In dem Zeugs sind Unmengen Ei drin, das bedeutet mehr Tod als vorher! Aus nem Schwein lässt sich nunmal mehr Wurst machen als aus einem Ei! (Das ist wie mit Valess und der Milch.) Aber sie sind auf dem richtigen Weg und haben auch schon verlauten lassen, dass vegan angedacht ist.
Aubergine
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Das denke ich mir jedes Mal,
Das denke ich mir jedes Mal, wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe und sehe, wie viele vegane Produkte angeboten werden. Das gab es früher wirklich nicht.
Ameisenbär
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Globus, Edeka...
Am Wochenende hat unser regionaler Veggie-Imbiss-Stand auf Fatzebuck gepostet, dass Globus ein großes Vegan-Sortiment bereithält. Daraufhin kommentierten die Fatzebuck-Kinder, dass sie bedauern, dass das bei "Edeker" nicht der Fall ist. Wo die suchen, weiß ich nicht, denn Edeka hat hier vor Ort generell sehr viele vegane Produkte. Als bräuchte es Bestätigung kam gestern die aktuelle Edeka-Werbung ins Haus geflattert mit einer ganzen Veggie-Sonderseite mit dem Schwerpunkt auf veganen Produkten: 2 Sorten Valsoia-Eiscreme, diverse Tofuprodukte, nicht nur die Eigenmarken und sogar Schakalode-Aufstriche und Kaffeeweißer von Alles Vegetarisch!
Ameisenbär
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Vebu (Deutschland)
Der Vebu berichtet auch über die Thematik:

https://vebu.de/news/2439-10-gruende-vegan-trend
Ameisenbär
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Vegane KoXXXböller in Klein Schweden
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vegane-koettbullar-von-ikea-schwed...

Interessanter Bericht über die neuen, veganen Falafel bei Ikea.
Ameisenbär
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Ich muss mal meinen alten Thread wieder ausgraben

Es ist die Woche vor Weihnachten und mir ist Folgendes aufgefallen:

Ich bekomme Newsletter mit einer Vielzahl vegetarischer und veganer Rezepte nicht nur von den einschlägigen Seiten, die sich das naturgemäß zum Thema gemacht haben, sondern auch ganz deutlich von großen deutschen Handelsketten. Heute aktuell: REWE! Wie selbstverständlich wird dort sowohl omnivor als auch veggie beworben.

Da muss ich dann immer schmunzeln und ich freu mich ehrlich darüber, weil das wieder ein Erfolg ist!

Ein kulinarisches Fest wünscht

die Ameisenbärin

DeepSpace
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Wobei es in DE noch "viel"

Wobei es in DE noch "viel" besser als hier in AT sein soll oO

Ameisenbär
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Scheints hast Du Recht,

denn nach meinem Posting, was ja nun nicht lange her ist, haben noch EDEKA und Kaufland nachgezogen. Im gleichen wie oben beschriebenen Stil.

Spacey, ein Umzug nach D lohnt aber nicht, Ihr habt eindeutig die schönere Landschaft! ;-)

DeepSpace
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Das stimmt wohl :DMeine Berge

Das stimmt wohl :D

Meine Berge geb ich nicht so leicht her ;)

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