Wie steht ihr zu Greenpeace? | Vegane Gesellschaft Österreich

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Ahornblatt
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Wie steht ihr zu Greenpeace?
Ich hoffe das passt hierher in diese Kategorie?! Dachte ich mir zumindest, weil ich irgendwie gerade momentan immer wieder was zur der Organisation höre, egal ob um Aktionen bei Lebensmittel geht oder um die TTIP, das taucht ja wirklich in vielen Fernsehsendungen auf und man liest auch extrem viel in den Zeitungen. Darum möchte ich mal die Frage in den Raum stellen, wie seht denn ihr das so, seid ihr dem zu- oder abgeneigt, kann man denn das generell so allgemein sagen oder sind euch eher immer die einzelnen Punkte wichtig, egal ob jetzt Freihandelsabkommen oder anderes? Bin gespannt wie ihr das wahrnehmt.
Ameisenbär
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Nicht meine Interessensvertretung
Greenpeace sind Umweltschützer.
Ich bin Tierrechtler.
Greenpeace hat egoistische Gründe, sie wollen sich die Erde und die Umwelt für sich und höchstenfalls für ihre Nachkommen möglichst schön und sauber und gesund erhalten. Das sind ja keine Veganer, die haben einen ganz anderen Beweggrund, denen geht es nur um sich selbst.
Meine Gründe und die Gründe der anderen sind altruistischer Art. Es geht mir und uns um die Tiere, um ihr Leben, um ihre Unversehrtheit. Das ist etwas ganz anderes als das, was Greenpeace interessiert. Daher ist Greenpeace nicht meine Interessensvertretung.
Blubber
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"Zu den Erfolgen der
"Zu den Erfolgen der Organisation zählen unter anderem das Ende des kommerziellen Walfangs seit 2002, die Einrichtung eines Schutzgebietes in der Antarktis und der vorzeitige Stopp vieler Atombombentestreihen." https://de.wikipedia.org/wiki/Greenpeace#Bisherige_Erfolge Also das ist mal gut. Heißt natürlich nicht, dass ich alles gut finde was sie tun.^^ Bin aber nicht voll informiert was sie tun.
Mansory
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Über Greenpeace liest man ja

Über Greenpeace liest man ja vielerlei Dinge: sie haben viele tolle Projekte, oftmals spezialisierte Projekte für gewisse Themen. Leider denke ich aber auch ist Greenpeace so ein großer "Verwaltungsapparat", dass viele Spendengelder nicht da ankommen, wo sie sein sollten, weil sie eben von der Verwaltung "aufgefressen" werden. Dies ist aber einer gewissen Größe unumgänglich und ich meine, Greenpeace ist die größte Organisation ihrer Art in DE; oder?

Was ich gut finde ist, dass Greenpeace sehr viel Aufklärungsarbeit leistet, siehe TTIP.

 

 

Gruene_Irmi
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Da meine Nichte schon lange

Da meine Nichte schon lange bei Greenpeace aktiv ist, komme ich mit diesem Thema immer wieder in Berührung. Ich schließe mich am ehesten meinem Vorposter an: an und für sich ist das Engagement dieser Organisation mehr als zu begrüßen, sie ist auf der anderen Seite aber auch ein riesen Unternehmen, dem es extrem stark um Öffentlichkeitsarbeit geht (ob das notwendig und/oder gerechtfertigt ist, möchte ich aber nicht beurteilen). 

tiffi90
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Also da muss ich Ameisenbär

Also da muss ich Ameisenbär widersprechen: Sind Umweltschützer nicht gleichzeitig im weiteren Sinne auch Tierschützer? Der Erhalt der Umwelt dient doch nicht nur den Menschen. Vor allem die Tiere sind durch die Veränderungen der Umwelt durch den Menschen doch als erstes betroffen. Nicht jeder Greenpeace-Aktivist mag auch gleichzeitig Vegetarier oder Veganer sein, aber sie setzen sich doch ebenso für Tiere ein (s. Walfang etc.). Meines Wissens geht es ihnen in einem Umweltprogramm auch um Erhalt der Artenvielfalt und um Tierschutz. Auch sind sie gegen Massentierhaltung. Ich finde nicht, dass sich das gegenseitig so ausschließt, wie du es gesagt hast.

Ameisenbär
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Wer lesen kann...

... ist klar im Vorteil!

Der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrechten ist Dir aber schon bekannt, oder?

tiffi90
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Danke, ist mir bekannt.

Dennoch und abermal: Das eine schließt das andere doch nicht aus. Wer Tierrechtler ist, setzt sich meines Erachtens (oder sollte sich) auch für den Tierschutz ein. Das ist - für mich zumindest - schon eng verknüpft, eben auch mit dem Umweltschutz. Vielleicht ist es auch Definitionssache, denn wenn man Tierschutz nur als "möglichst geringes Leid beim Nutzen von Tieren" definiert, dann magst du recht haben. Aber ich denke, dass Umweltschutz auch Tierschutz bedingt, eben weil diese Rechte haben.

Ameisenbär
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Axo

Das kam in Deinem ersten Posting nicht so klar rüber. Ja, da kann man natürlich geteilter Meinung sein und die Grenzen mögen fließend sein.

Ich persönlich sehe aber noch einen Unterscheid zwischen Tierschutz/Tierrechten und Umweltschutz. Meiner Meinung nach ist Umweltschutz das unverbindlichste Anliegen. Danach kommt dann der Tierschutz, der Dir natürlich noch das Recht einräumt, die Tiere zu töten oder töten zu lassen, nachdem sie ein klitzekleines bisschen besser gelebt haben, als ihre armen Artgenossen in der Massentierhaltung. Für mich als Veganerin kommt das natürlich überhaupt gar nicht in Frage, da ich weiß und verinnerlicht habe, dass mir niemand das Recht geben kann, über das Leben eines anderen Lebewesens negativ zu entscheiden, also lasse ich die Finger von allem, was vom Tier kommt, weil es in der Regel mit Leid und Ausbeutung verknüpft ist.

Aber wiegesagt: Ich kann die verstehen, die sagen, es ist erstmal wichtig, die Bedingungen in der Massentierhaltung zu verbessern, also nach Tierschutz rufen. Klar, jede Verbesserung ist wichtig und richtig.

Ich befürchte nur leider, dass das die dummen Verbraucher einlullen wird und sie sich damit zufriedengeben werden, wenn sie das Fleisch eines Tieres essen, was mehr Platz und Auslauf hatte als eines, was in Megaställen leben musste. Sowas kann ziemlich nach hinten losgehen.

Um den Umweltschutz darf Greenpeace sich gerne kümmern, das ist ja auch deren selbst auf die Fahne geschriebene Hauptaufgabe. Aber Umweltschutz hat mit den Rechten der Tiere noch weniger zu tun als Tierschutz, ist also noch weiter davon entfernt, dass die Menschheit irgendwann endlich mal eingesehen hat, dass sie nicht das Recht hat, Tiere zu töten oder auszubeuten oder einzuknasten oder anderweitig zu quälen.

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