[04.11.2010]
Unerwartete Auszeichnung für Österreich: Der Tierschutzaktivist und Angeklagte im großen Tierschutzprozess, Mag. Felix Hnat, bekommt in Prag/Tschechien die Auszeichnung „Vegetarier des Jahres 2010“ verliehen. Die Jury begründete die Entscheidung einerseits durch sein unermüdliches Engagement für Klima- und Tierschutz, wollte aber auch um auf den besorgniserregenden Tierschutzprozess in Wr. Neustadt hinzuweisen. Das Großverfahren gegen 13 Tierschützer erntet auch international immer mehr Kritik weil sich die Angeklagten schon seit Monaten für an sich legale Tätigkeiten im Rahmen einer Anti-Mafia-Anklage verantworten müssen.
Die internationale Preisverleihung war der Höhepunkt des VegDays in Prag. Der Angeklagte und Obmann der Veganen Gesellschaft Österreich Felix Hnat war vor Ort um von den Aktivitäten in Österreich zu berichten als er unerwartet ausgezeichnet wurde.
Hnat dazu erstaunt: „Mit dieser Ehre hätte ich nicht gerechnet, da normalerweise Kulturschaffende oder Spitzensportler ausgezeichnet werden.“ Hnat, der auch einer der Hauptangeklagten im Tierschutzprozess ist kommentiert ironisch: „Einer der Vorwürfe gegen mich im großen Tierschutzprozess in Wr. Neustadt sind meine internationalen Kontakte und Treffen mit ausländischen PartnerInnen in ganz Europa. Wenn die Richterin wüßte, dass ich jetzt auch noch auf so einem Treffen ausgezeichnet wurde, würde sie das gleich doppelt verdächtig finden.“ Die Preisverleihung war vermutlich aufgrund der besonders kritischen Berichterstattung über den Prozess in Tschechien kein Zufall.
Hnat und 13 andere AktivistInnen sitzen nun seit 6 Monaten auf der Anklagebank. Ein geregelter Job ist unter diesen Umständen nicht möglich. Der Prozess wird vermutlich bis Mitte 2011 dauern.
Rückfragehinweise:
Felix Hnat
Dr. Jan Stastny (Juryvorsitzender)