[24.01.2007]


REGIERUNG MÄSTET MENSCHEN

Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass 61% aller landwirtschaftlichen Subventionen mit Tierhaltung verbunden sind. Im Vergleich dazu kommen nur 11% der Produktion rein pflanzlicher Lebensmittel zugute.

In Österreich fließen 5-mal so viele Agrarsubventionen an LandwirtInnen, die mit der Tierhaltung zu tun haben (über € 1.300 Mio.), als in die Herstellung von rein pflanzlichen Lebensmitteln (in etwa € 240 Mio.). Die restlichen 28% der Gelder konnten entweder nicht klar aufgeteilt werden, oder flossen in die Bereiche "Sonstiges" oder "Forst". Die im Jahr 2006 an der WU-Wien fertig gestellte Untersuchung bezieht erstmals auch die indirekte Subventionierung von Futtermitteln mit ein. Seit dem Referenzjahr hat sich nichts Wesentliches geändert.

"Schade, dass das Landwirtschaftsministerium solche Daten nicht veröffentlicht", kommentiert Mag. Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft Österreich, die Ergebnisse. "Es ist ein Skandal, dass die Regierung offensichtlich seit Jahren die Produktion von Tierprodukten übermäßig fördert, obwohl bei uns viel zu viel Fleisch und andere Tierprodukte verzehrt werden. Es ist allgemein bekannt, dass die fetten Tierprodukte maßgeblich zu Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas, Arteriosklerose, etc beitragen. Die empfohlene Ernährungspyramide würde genau gegenteilig zur Subventionspraxis aussehen." Viele Tierschutzorganisationen beklagen des Weiteren, dass die Subventionen Tierleid unterstützen, weil sie die Produktion verstärken und in den wenigsten Fällen an Tierschutzstandards gebunden sind. "Die Gelder kommen am stärksten den ProduzentInnen zugute, die die meisten Tiere nutzen", so Hnat.

VertreterInnen von VegetarierInnen- und Tierschutzvereinen fordern deshalb eine massive Reduzierung der Tiersubventionen und eine Koppelung derer an Tierschutzstandards.

Rückfragehinweise:
Mag. Felix Hnat, 0676 531 88 95, info@vegan.at

Details zur Studie

Gesundheitsvorteile einer vegetarischen/veganen Ernährung

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