[25.05.2004]

Wissenschaft bestätigt:
Tod der 17-jährigen Martina nicht aufgrund veganer Ernährung

Eine brandaktuelle Studie der international renommierten ADA (American Dietetic Association), eine 70.000 ExpertInnen umfassende Ernährungsorganisation zeigt, dass eine vegane Ernährung sehr wohl für Menschen in jeder Lebensphase geeignet ist. Darüber hinaus belegt die Riesenstudie, dass eine vegane Ernährung die perfekte Vorbeugung gegen Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Darm- und Prostatakrebs, Fettleibigkeit und Diabetes darstellt.
Der tragische Tod von Martina hing also nicht mit ihrer veganen Ernährung zusammen, sondern ist vielmehr auf eine schwere Unterernährung oder eine Darmerkrankung zurückzuführen.

Die amerikanische Vereinigung der Ernährungsexperten (American Dietetic Association, ADA) und die kanadische Vereinigung haben ein gemeinsames Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht: Das zentrale Statement dieses 18 Seiten umfassenden Papiers, das sich auf 256 Quellen abstützt und von 30 Wissenschaftlern überprüft und freigegeben wurde, ist:
"Es ist die Position der ADA, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig ausreichend ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet."

Ausserdem spricht sich die ADA sogar positiv für die vegane Ernährung aus:

"Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät ..."

Felix Hnat, Referent von der Veganen Gesellschaft Österreichs stellt klar: "Endlich wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, eine vegane Kost wäre ungesund oder leistungsmindernd."

Zu dem tragischem Tod des 17-jährigen Mädchens meint er: "Magersucht und Bulimie sind ernstzunehmende Krankheiten, die erschreckend viele junge Menschen befallen. Unbehandelt können diese auch letal enden. Es ist unmöglich auf 31 Kilo durch eine einseitige Ernährung abzumagern. Nur wer eine Verdauungskrankheit hat oder zu wenig Kalorien zu sich nimmt verliert so viel Gewicht. Das kann aber bei jeder Ernährungsform passieren und hat mit Veganismus nichts zu tun."

Rückfragehinweis:

Felix Hnat, Vegane Gesellschaft Österreichs
Waidhausenstr. 13/1, 1140 Wien, 01/9291498/8, 0676/531 88 95
www.vegan.at, info@vegan.at

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Weitere Informationen:

Die wesentlichen Ausschnitte aus der Originalzusammenfassung des Dokumentes (Abstract):
"Es ist die Position der amerikanischen ernährungswissenschaftlichen Gesellschaft und der Ernährungswissenschaftler von Kanada, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt. [...] Eine vegetarische Ernährung wird dadurch definiert, dass sie kein Fleisch, keinen Fisch oder kein Geflügel enthält. [...] Dieses Positionspapier untersucht die aktuellen wissenschaftlichen Daten bezüglich der wichtigsten Nährstoffe für Vegetarier, einschließlich Protein, Eisen, Zink, Kalzium, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A, Omega-3-Fettsäuren und Jod. Die vegetarische wie auch die vegane Ernährung erfüllen die gegenwärtigen Empfehlungen für all diese Nährstoffe. In einigen Fällen kann der Verzehr von angereicherten Nahrungsmitteln oder Ernährungszusätzen nützlich sein zum Erreichen der jeweiligen Empfehlungen für einzelne Nährstoffe.
Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische Ernährungsweisen bieten eine Reihe von Ernährungsvorteilen, einschließlich niedrigerer Werte an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und tierischem Eiweiß und höhere Niveaus an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie Vitamin C und E und Phytochemikalien.
Berichten zufolge weisen Vegetarier niedrigere Körpermasse-Indizes auf als Nichtvegetarier wie auch  niedrigere Todesraten hinsichtlich ischämischer Herzerkrankungen. Vegetarier haben auch niedrigere Werte beim Blutcholesterin, niedrigeren Blutdruck, seltener Diabetes vom Typ 2 und  Prostata- und Darmkrebs. "

Veröffentlicht wurde das Positionspapier der ADA im Heft: Journal of the American Dietetic Associati-on. 2003;103:748-765.
Auf der Internetseite der ADA kann dieses Positionspapier als PDF-Dokument heruntergeladen werden: www.eatright.org

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Was ist die ADA?
Die ADA (American Dietetic Association) ist die größte US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten (Ernährungswissenschaftlern, Diätberatern etc.) mit rund 70000 Mitgliedern.
Die Aussagen der ADA gelten als wissenschaftlich fundiert und wegweisend. Die ADA wurde bereits 1917 gegründet. Im Internet ist sie zu finden unter: www.eatright.org