[03.09.2007]
VegetarierInnen haben die höhere SchulbildungVegetarierInnen haben im Durchschnitt eine höhere abgeschlossene Ausbildung als die Durchschnittsbevölkerung. Gründe für den Fleischverzicht unter den Höhergebildeten dürften ein höheres Gesundheitsbewußtsein sowie moralische Überlegungen sein. Außerdem wenden sich Frauen viel eher dem Fleischkonsum ab; so sollen 70% aller Veggies Frauen sein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine wissenschaftliche Untersuchung des FH-Studienlehrgang für Unternehmensführung und Management der WKO Wien. Diese österreichischen Ergebnisse decken sich mit internationalen vergleichbaren Arbeiten oder den Ergebnissen des EU-Eurobarometers von 2005.Eigentlich wollte Maga. Mariane Ruiz „Ausblick und Chancen des Vegetarismustrends im Lebensmittelhandel“ untersuchen. Besonders auffällig war dabei die Auswertung der Daten über die höchst abgeschlossene Schulbildung der befragten VegetarierInnen. Die auch schon in anderen Ländern entdeckten Ergebnisse, dass Veggies im Durchschnitt höher gebildet sind, wurden somit für Österreich bestätigt. Des Weiteren dürften die Erkenntnisse auch auf VeganerInnen (VegetarierInnen die auch Milch, Eier und andere Tierprodukte ablehnen) übertragbar sein, da diese einen signifikanten Prozentsatz der Befragten ausgemacht haben. 49 % der interviewten österreichischen Veggies hatten einen Maturaabschluss, 29 % waren AbsolventInnen einer Uni. 70,7% der TeilnehmerInnen an der Studie waren darüber hinaus weiblich. Mag. Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft Österreich ist nicht sehr verwundert über diese Resultate: „Diese Zahlen sind mit meinen persönlichen Erfahrungen kongruent. Zusammenhänge von Gesundheitsbewußtsein, höherer Ausbildung und höherem Ausmaß an moralischer Reflexion im Konsum sind schon länger bekannt. Auf Tierprodukte zu verzichten bedeutet in den meisten Fällen dem Körper was Gutes zu tun, wie auch den sonst verspeisten Tieren.“ In der WKO-Studie ist auch von europaweiten Steigerungen der vegetarischen und veganen Bevölkerung die Rede. „Auch dieses Phänomen können wir bestätigen. Wir bekommen immer mehr Anfragen von Interessierten, die Tiernutzung nicht mehr unterstützen wollen, und fast täglich kommen neue Produkte in die Supermarktregale.“ ergänzt der vegane Obmann. Die gesamte Arbeit des FH-Studienlehrgang für Unternehmensführung und Management der WKO Wien zum Download Rückfragehinweise: |