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[23.06.2009] FAO-Warnung: «1.020 Millionen Menschen hungern jeden Tag» Gemeinsame Pressemeldung Trotz einer Reihe von wichtigen internationalen Abkommen mit dem wohlgemeinten Ziel, das Recht jedes Bürgers auf Nahrung zu bestätigen, werden wir nun mit der unfassbaren Tatsache konfrontiert, dass ein Sechstel der Menschheit hungert. Eine derartige Katastrophe ist ein Symptom dafür, dass in unserem globalen Dorf irgendetwas dramatisch aus dem Gleichgewicht von Ethik und Vernunft geraten ist: − Während Hunger und Unterernährung jährlich fast sechs Millionen Kinder töten, trägt eine auf Fleisch basierende Ernährung bei Altersgenossen in anderen Teilen der Welt zu Übergewicht und einer Reihe von Krankheiten bei, mindert dadurch deren Lebenserwartung und führt zu wachsenden Kosten im öffentlichen Gesundheitswesen. − Obwohl die unwirtschaftliche Ausweitung der Fleischindustrie immer mehr außer Kontrolle gerät, bemühen sich Entscheidungsträger wie die FAO, diesen Boden, Luft und Wasser belastenden Trend weiterhin zu unterstützen, anstatt ihn aufzuhalten oder wenigstens zu verlangsamen. − Die soziale Gerechtigkeit wird gefährdet durch die Tatsache, dass sogar in einer dramatischen Situation nach wie vor enorme Anteile verfügbarer Nahrungsmittelreserven (bei Soja sogar 95%) für Nutztiere abgeschöpft werden.
FAO-Generaldirektor Jacques Diouf: «Die gegenwärtige Situation der Ernährungsunsicherheit darf uns nicht gleichgültig lassen» Das darf sie wirklich nicht. Dieses Drama ist viel zu lange unbeachtet geblieben. Allerdings ist es befremdlich, dass in der Pressemeldung der FAO die Belastung durch die 56 Milliarden Tiere, die jährlich weltweit bis zur Schlachtung gefüttert werden, unerwähnt bleibt.
Wo ist die soziale Gerechtigkeit? Besonders in Zeiten großer Not erfordert der menschliche Anstand eine gründliche und objektive Untersuchung aller Möglichkeiten zur Hilfe, und zwar im Interesse aller, Arm und Reich gleichermaßen. Sobald nämlich die Hungernden ihr Schicksal nicht länger schweigend erdulden wollen und stattdessen ungerechte Systeme zerschlagen, wird der anschließende Aufruhr Gefahr und Elend für alle mit sich bringen. Der Vegetarismus bietet eine große Zahl von Vorteilen und weist auch den idealen Weg zur Linderung des Welthungers. Eine fleischlose Ernährung oder auch nur eine Reduzierung des Fleischkonsums wird schnell eine enorme Menge von Lebensmittelressourcen freistellen: Wenn Amerikaner ihren Fleischverzehr nur um 10% senkten, könnten sich 100 000 000 Menschen satt essen! Jeder Vegetarier ist ein lebender Beweis für die Solidarität, die entscheidend zu der gerechten und mitfühlenden Welt beiträgt, die wir so dringend brauchen. Unterschriften: AgireOra Network Association Végétarienne de France Centro Vegetariano Edinburgh the Fur-Free City European Vegetarian Union European Vegetarian and Animal News Alliance (EVANA) Jewish Vegetarians of North America (JVNA) Romanian Vegetarian Society SHARAN Swiss Union for Vegetarianism Vegan Society Austria Veg Climate Alliance Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) Kontakt: info@evana.org Referenzen: Petition an die UN: «Lebensmittel gegen Futter»Es ist nicht akzeptabel, dass sogar in einer derartigen Notlage, die jährlich das Leben von fast sechs Millionen Kindern kostet, immer noch riesige Anteile verfügbarer Nahrung in der Viehzucht verschwendet werden. |