400 Milchbauern werden Verträge gekündigt

Die Milchpreise sinken, das Angebot ist höher als die Nachfrage. Zwei Molkereien haben insgesamt 400 Milchbauern in NÖ und dem Burgenland die Lieferverträge gekündigt. 270 Biobauern aus der Region Waidhofen/Ybbs bangen um ihre Existenz.

Industrie setzt auf Sojamilch
Nach dem ständigen Auf und Ab der Milchpreise geht bei den Milchbauern das Bangen um die Existenz weiter. Vor einem Jahr war Milch noch gefragt, österreichische Bauern lieferten vor allem nach China.

Durch die steigende Nachfrage aus dem Ausland stieg der Milchpreis, weil das Milchangebot in Österreich klein war. Aufgrund der teuren Milch stiegen viele Händler, vor allem in der Speiseeis- und Backwarenindustrie, auf die billigere Sojamilch um.

Krisengespräche geplant
Mit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise ging die Milchnachfrage weltweit stark zurück, Österreichs Bauern bleiben jetzt auf ihrer Milch sitzen. Eine oberösterreichische Molkerei, die von 270 Milchbauern aus Waidhofen an der Ybbs beliefert wird, verlor einen Vertrag mit einer Großhandelsfirma.

Die 270 Biobauern wissen jetzt nicht, wo sie ihre Milch verkaufen sollen. Anfang März soll es ein Krisengespräch mit dem Landwirtschaftsminister, dem zuständigen Landesrat und Vertretern der Milchbauern geben.

Quelle: noe.orf.at