Fleisch fördert Klimawandel

Vegetarier wollen keine Seuchenabgabe zahlen
Laut der Tierrechtsorganisation PETA wollen sich Vegetarier gegen die im Landtag beschlossene Seuchenvorsorgeabgabe wehren. Die in den neuen Bescheiden enthaltene Abgabe entspreche nicht dem Verursacherprinzip, so die Kritik.

Die Kritik von PETA

Das Verursacherprinzip werde bei pauschaler Einhebung nicht berücksichtigt. Außerdem erhielten nur Grundbesitzer, nicht aber Wohnungsmieter den Bescheid und hätten daher gar nicht die Möglichkeit, dagegen vorzugehen.

Laut PETA sollte nur der Konsument von Tierprodukten auch die Folgekosten tragen.

Ein Euro pro Monat

Im Juni 2005 hat der NÖ Landtag eine Seuchenvorsorgeabgabe beschlossen, die auf Basis des Restmüllaufkommens pro Grundstück berechnet wird und einen Haushalt mit durchschnittlich einem Euro pro Monat belasten wird.

Jürgen Faulmann: "Werde nicht bezahlen"

Der Kampagnenleiter Jürgen Faulmann aus Wiener Neustadt erklärte dazu in einer Aussendung: "Ich werde als Veganer sicherlich nicht für die alltägliche Tierquälerei in der Fleischproduktion bezahlen. Wenn ich derzeit die barbarischen Tötungsmethoden in Ländern mit Vogelgrippe mit ansehen muss, bestärkt mich das, so eine Seuchenvorsorge nicht mitzufinanzieren. Ich habe deshalb gegen den Bescheid Berufung eingelegt."

Vegane Gesellschaft Österreich auch dagegen

Auch die Vegane Gesellschaft Österreich rief ihre Mitglieder zum Boykott der Abgabe auf. Obmann Felix Hnat kritisierte ebenfalls, dass das Verursacherprinzip nicht berücksichtigt werde.

Viele Veganer seien empört, dass ihnen Kosten aufgebürdet würden, obwohl sie seit Jahren mit ihrem Konsumverhalten ihre Ablehnung gegenüber Tierhaltung und dem Töten von Tieren dokumentieren. noe.ORF.at

Die niederösterreichischen Haushalte werden demnächst eine neue Steuer zu spüren bekommen. Ab 1. Jänner ist nämlich eine neue Abgabe von 12 Euro zur Vorsorge gegen Seuchen eingeführt worden.

31. Jänner 2006
Quelle: orf.at