vlabel.info - V-Label - Vegi-Label
European
Vegetarian
Label
(V-Label)

1. Was ist das V-Label?

2. Wie sieht das V-Label aus?

3. Für welche Produkte und Dienstleistungen gibt es das V-Label?

4. Wer vergibt das V-Label?

5. Wer kontrolliert das V-Label?

6. Wie ist die derzeitige Situation bei der konventionellen Lebensmittelkennzeichnung?

7. Sind die mit dem V-Label gekennzeichneten Produkte garantiert vegetarisch oder vegan?

8. Was bringt ein Vegetarismus Label für VeganerInnen?

9. Welche Kriterien müssen erfüllt werden?

10. Wo gibt es Produkte mit dem Label zu kaufen?

11. Wo gibt es noch mehr Infos übers Vegi-Label?

12. Was muss ich als Firma beachten?



1. Was ist das V-Label?

Das V-Label ist ein internationales Vegetarismus Gütesiegel, das in fast ganz Europa weit verbreitet ist. Die Vegane Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, das V-Label auch in Österreich bekannter zu machen und weiter zu verbreiten.


2. Wie sieht das V-Label aus?

Das Label muss mindestens 12mm groß sein. Das charakteristische daran ist das ‚Vegetarismus V’ in der Mitte des Kreises. Über dem V sollte ‚European Vegetarian Union’ kreisförmig geschrieben sein, und darunter, das Wort ‚vegetarisch’ in der jeweiligen Landessprache. Das V und der Text sind meist grün, der Hintergrund gelb. Unter dem Label steht eventuell eine genauere Spezifikation über die Art des Vegetarismus.


3.Für welche Produkte und Dienstleistungen gibt es das V-Label?

Es gibt sowohl gekennzeichnete Produkte und Lebensmittel in Geschäften zu kaufen, als auch einzelne Speisen in Restaurants. Diese sind auf der Speisekarte mit dem V-Label gekennzeichnet.


4. Wer vergibt das V-Label?

Für österreichische Firmen kann nur die Vegane Gesellschaft das Label vergeben. Es ist unmöglich, dass sich jemand das Label selber erteilt, da es eine eingetragene rechtlich geschützte Marke ist.


5. Wer kontrolliert das V-Label? In Österreich werden die strengen unabhängigen Kontrollen von der Veganen Gesellschaft durchgeführt. Produkte von ausländischen Firmen werden von den dortigen VegetarierInnen-Vereinigungen überprüft. ALLE Inhaltsstoffe müssen offen gelegt werden und werden auf ihre Herkunft überprüft. Bei Änderungen der Zutatenrezeptur muss die Vegane Gesellschaft sofort benachrichtigt werden.


6. Wie ist die derzeitige Situation bei der konventionellen Lebensmittelkennzeichnung?

Die gesetzliche Deklarationspflicht ist unzureichend. Zutaten verbergen sich hinter kryptischen Fachausdrücken oder E-Nummern. Es ist erlaubt, Produktklassen anstatt den genauen Zutaten anzugeben (z.B. Aromen). Was vegan ist und was nicht, ist nicht erkennbar. Die Zutatenliste muss stets beim Einkauf mit dabei sein. Das V-Label verschafft hier endlich Klarheit.


7. Sind die mit dem V-Label gekennzeichneten Produkte garantiert vegetarisch oder vegan?

Alle Produkte mit dem V-Label sind je nach der genauen Bezeichnung garantiert vegan, oder vegetarisch. Es werden 4 Abstufungen unterschieden: vegan, ovo-, lakto- und ovolaktovegetarisch. Diese Unterscheidungen müssen unter oder bei dem Label stehen. Steht nichts dabei, ist das Produkt vegetarisch.


8. Was bringt ein Vegetarismus Label für VeganerInnen?

1.) gibt es viele Produkte die explizit als vegan gekennzeichnet sind. Die Vegane Gesellschaft wird natürlich in erster Linie solche Produkte anstreben und bewerben, und auch die Produzenten dahingehend beeinflussen solche Produkte vermehrt herzustellen.

2.) nützt es veganen Menschen auch, wenn sie wissen, dass etwas nicht vegan ist. Dort wo es früher nicht klar war, bzw. nicht-vegane Zutaten verschleiert wurden kaufen nun VeganerInnen keine nicht-veganen Produkte mehr.

3.) ist auch ein mehr an Vegetarismus gegenüber tierlichen Inhaltsstoffen ein Vorteil. Man denke nur an Fett in Gebäck wie Semmeln.

4.) bietet das Label die Möglichkeit Vegetarismus und Fleischkonsum medial zu thematisieren.

5.) stellt das Label in allen Fällen Werbefläche für die vegane/vegetarische Lebensweise dar. Ein Aha-Effekt a la: "Also das ist vegan" bei fleischessenden MitbürgerInnen ist denkbar. Es wird aufgezeigt wie viele vegetarisch/vegane Alternativen es gibt.

6.) erkennen Firmen vielleicht durch Kontakt mit dem Label alternative Einkommensquellen und stellen Produkte dahingehend um, dass sie die letzten tierlichen Inhaltsstoffe aussondern.

7.) Ein wesentlicher Vorteil des Labels ist auch, daß die Vegane Gesellschaft (bzw. die Landesorganisation), durch das Label in Kontakt mit der Nahrungsmittelindustrie kommt. Man kann die Industrie für unsere Anliegen sensibilisieren, was sonst "von aussen" kaum möglich wäre. Es ist sehr wichtig, daß gerade die Verantwortlichen in der Nahrungsmittelindustrie mit den Vertretern der veganen/vegetarischen Ernährungsweise in Kontakt kommen. Dies kann Vorurteile abbauen und motivieren, diese Kundengruppe künftig stärker zu berücksichtigen.


9. Welche Kriterien müssen erfüllt werden?

In der Gastronomie:

* es muss ein täglich wechselndes Gericht mit dem V-Label angeboten werden

* darüber hinaus müssen zwei andere V-Label gekennzeichnete Gerichte erhältlich sein

* das Personal muss soweit geschult sein, dass es speziellen veganen/vegetarischen Wünschen nachkommen kann. Bei Selbstbedienung müssen 4 Unterkategorien angeschrieben sein

* die Zutaten müssen den Richtlinien des Labels entsprechen

* Unangemeldete Kontrollen in Lager und Küche und Befragung der Mitarbeiter muss möglich sein

In der Produktion:

* ausnahmslos alle Zutaten müssen offen gelegt werden und den jeweiligen Vegetarismus-Kriterien entsprechen

* die Produktionsstätte muss zugänglich sein

* Änderungen in der Rezeptur müssen bekannt gegeben werden


10. Wo gibt es Produkte mit dem V-Label zu kaufen?

Garantiert vegane Produkte finden sich zum Beispiel (unvollständige Liste):

1) Bei Merkur gibt es die täuschend echten Fleischersatzprodukte der VegaVita-Fleischersatzprodukte. Die Auswahl ist riesig: pflanzlicher Leberkäse, Vrankfurter, Bärlauchvürste, Knackvürste, Vleischsugo, Lebervurst, Aufschnitt, ChickenVings und vieles mehr. Alle VegaVita-Produkte sind garantiert vegan.

2) In vielen Reformhäusern, Bioläden, beim Veganversand, dem Veganversand Lebensweise oder bei den Biosupermärkten Maran, Basic oder Biomarket in ganz Österreich gibt es die köstlichen Produkte von "Vegusto", "Seeberger" und "La Comptesse", die auch das Label tragen.

3) Aufstriche der Marke Green Heart sind bei Merkur Supermärkten erhältlich.

4) Aufstriche der Firma Tartex sind sehr gut verbreitet.

Insgesamt gibt es weit mehr als 100 Produkte, alleine in Österreich. Eine beinahe vollständige Liste findet sich hier.

Auch im jeweils aktuellen VEGAN.AT-Magazin findet sich eine Auflistung der lizenzierten Firmen.


11. Wo gibt es noch mehr Infos über das Vegi-Label?

V-Label Info


12. Was muss ich als Firma beachten?

Alle Infos für Firmen finden Sie hier:
Firmen Folder in Druckversion oder Firmen Folder im Original

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