Hier geht es um eine Reihe von Positionen die in Bezug auf den Menschen als schon überwunden oder zumindest nicht mehr salonfähig gelten:
  • Die sozialdarwinistische Position geht in grober Vereinfachung davon aus, dass es ein biologisches Prinzip wäre, dass sich die Mächtigen (Stärkeren) immer gegen die Schwächeren durchsetzen würden und dass das - da es ja natürlich ist - auch richtig und gut ist, also sozusagen so sein muss. Doch das Ziel einer sozial organisierten Zivilisation ist es gerechte Bedingungen für alle zu schaffen. Dafür ist es völlig irrelevant ob eine Handlungsweise als „natürlich“ anzusprechen ist oder nicht. Es mag z.B. noch so natürlich sein, dass Kinder von Erwachsenen misshandelt werden und trotzdem kann die „Natürlichkeit“ genau so wenig wie die Macht/Gelegenheit das zu tun als Rechtfertigungsgrund herhalten.
  • Die behavioristische Position geht davon aus, dass Handlungen (sowohl von Menschen als auch von Tieren) nur als das gesehen werden dürfen was sie sind (in ihren realen Auswirkungen), nicht aber auf dahinterliegende Beweggründe wie Gefühle, Emotionen, Gedanken, etc. geschlossen werden darf, weil diese nicht direkt zugänglich sind. Viele Handlungen lassen sich aber nur verstehen (und am einfachsten erklären) wenn die dahinterliegenden Gefühle miteinbezogen werden. Aus diesem Grund ist die Verhaltensforschung abseits von anthropomorpher Verniedlichung wieder zu Gefühlsbeschreibungen zurückgekehrt.
  • Die speziesistische Position rechtfertigt die Diskriminierung artfremder Lebewesen ganz analog den Positionen des Rassismus und Sexismus allein aufgrund ihrer Herkunft, und ebenso analog lässt sich zeigen, dass die Herkunft eines Individuums kein ethisch relevantes Merkmal darstellt.
  • Die biologistische Position reduziert die Wirklichkeit alles Seins, also auch des geistigen, auf das organische. Übersehen wird dabei die Kreativität des Individuums, der „freie Wille“. Tiere werden zu Instinktmaschinen reduziert. De facto lassen sich allerdings viele tierliche Verhaltensweisen nicht mit Instinkten erklären. (z.B. Homosexualität)

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