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(Text von der vegan Society über Wasserverschwendung, Übersetzung VGÖ) Wasserverschwendung![]() Das UN Programm für Wasserwirtschaft stellt fest: "Am Beginn des 21. Jhdts. wird die Erde mitsamt ihren vielfältigen und reichen Lebensformen, inklusive sechs Milliarden Menschen, einer ernsten Wasserkrise gegenüberstehen."(1) Wir alle wissen, dass unser Planet ein blauer Planet ist, größtenteils bestehend aus Wasser, weshalb es schwer glaubhaft ist, dass ausgerechnet dieses kostbarste aller natürlichen Ressourcen, zu knapp vorhanden sein sollte und somit die zukünftige Herstellung von Nahrungsmitteln wie auch die allgemeine Gesundheit des Planeten gefährdet wären. Allerdings bestehen nur 2,53% der vorhandenen Weltressourcen aus Frischwasser und diese sind meistens in unerreichbarer Lage - zwei Drittel in Gletschern und Dauerschnee. (2) Das restliche Frischwasser besteht fast ausschließlich aus Grundwasser. Gemäß den Ausführungen von Sandra POSTEL, Direktorin des Projekts für Weltwasserpolitik, überzieht die Erde ihr "Bankkonto" an Grundwasser jährlich um 200 km³. (3) Diese Überausbeutung hat ernste Folgen für die zukünftige Nahrungsmittelproduktion und Weltgesundheit.Tatsache ist, dass das World Watch Institutedie systematische Entleerung der wasserführenden Schicht, gemeinsam mit HIV und die Schrumpfung von fruchtbarer Erdfläche pro Person als eines der drei verheerendsten Probleme einstuft, welche unserer Spezies gegenüberstehen. (4) Wasserverschmutzung verkompliziert das Problem, da der Weltabfall an Wasser auf ca. 2.500 km³ geschätzt wird.Die UN nimmt an, dass ein Liter Abfallwasser acht Liter Frischwasser verschmutzt, was in einer Last von ca. 12.000 km³ verschmutztem Wasser weltweit resultiert. (5) Schätzungen suggerieren, dass die Klimaveränderung den weltweiten Wassermangel um 20% anheben würde. UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzen in ihrer "Beurteilung der Weltwasserreserven und der Hygieneverhältnisse 2000", dass heute ca. 1,1 Mrd. Menschen keinen Zugang zu gesunden Wasservorräten haben.Darüber hinaus verfügen 2,4 Mrd. Menschen über keinerlei Zugang zu gehobener Hygiene. "Daher sterben jährlich 2,2 Millionen Menschen, insbesondere Kinder, vor allem in Entwicklungsländern an Krankheiten, die auf den Mangel von gesundem Trinkwasser, ungeeignete Hygieneverhältnisse, Kanalisation und Abfallbeseitigung zurückzuführen sind"-Gro Harlem Brundtland, WHO-Generaldirektorin und Carol Bellamy, UNICEF- ausführende Direktorin.(7) Die vorhergesagte Verschlechterung dieser Situation wird mit dem Bevölkerungswachstum und der Pro-Kopf-Erhöhung des Konsums begründet, da immer mehr Menschen für sich den ressourcen- bzw. konsumintensiven westlichen Lebensstil übernehmen. Im Wasserentwicklungsbericht 2003 der UN wird vorhergesagt, dass "im schlimmsten Fall sieben Mrd. Menschen in sechzig Ländern und im besten Fall zwei Mrd. Menschen in 48 Ländern Mitte dieses Jahrhunderts an Wassermangel leiden werden."(8) Das Problem ist tatsächlich so ernst, dass viele Umwelt- und Politikkommentatoren vorhersagen, dass die Ressourcenkriege in Zukunft nicht um Öl geführt werden, sondern um Wasser. Um unsere Grundbedürfnisse zu decken, benötigen wir alle 20 bis 50 Liter unverseuchtes Wasser täglich.(9) DER ZUSAMMENHANG MIT LEBENDVIEH Weltweit verbraucht die Landwirtschaft 70% der vorhandenen Ressourcen an Frischwasser. (10) Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Ackerland größtenteils begossen werden muss, um dieses landwirtschaftlich lebensfähig zu erhalten und die Ernteerträge zu verbessern bzw. erhöhen. Wie bereits bewiesen, wird ein Großteil dieser Landfläche für die Anpflanzung von Futtermitteln für Lebendvieh vergeudet, anstatt es für menschliche Nahrungsmittel zu verwenden. Wasser, welches für dieses Land verwendet und vom Lebendvieh direkt getrunken wird, stellt eine zusätzliche Vergeudung dieser Ressourcen dar. Große Uneinigkeit herrscht in der Auseinandersetzung über die genauen Wassermengen, die auf diese Weise verschwendet werden. Professor David PIMENTEL, Ökologie Abteilung der Cornell Universität, rechnete aus, dass 500 Liter Wasser erforderlich sind um 1 Kg Erdäpfel wachsen zu lassen, 900 Liter pro Kg Weizen, 3500 Liter pro Kg. genießbarem Hühnerfleisch und 100.000 Liter pro Kg. Rindfleisch benötigt werden. (11) Eine konservativere Schätzung wurde seitens BECKETT und OLTJEN der Abteilung Tierwissenschaften in der Universität Kalifornien erstellt. (12) In einer Studie, welche z.T. seitens des Kalifornischen Rinderrates finanziert wurde, wird festgelegt, dass die Produktion von Weizen 120 Liter Wasser pro Kg benötigt und Rindfleisch 3.700 Liter pro Kg. erfordert.Es ist interessant näher auf diese Zahlen einzugehen, da selbst die konservativsten Schätzungen beweisen, was für einen Missbrauch unserer wertvollsten natürlichen Ressource die Herstellung von Rindfleisch darstellt. Ein Kg Fleisch liefert 2800 Kcal und 174 g Proteine (Eiweiß). (13). Ein Kg Weizen liefert 3300 Kcal und 110 g Proteine (100 g nach deren Adjustierung zwecks Verdauung).Gemäß BECKETT und OLTJEN benötigt das Kg Rindfleisch 3700 Liter Wasser und das Kg Weizen 120 Liter.Wenn wir alle diese Zahlen einander gegenüberstellen, können wir feststellen, dass während Weizen uns mit durchschnittlich 27,5 Kcal pro verwendeten Liter Wasser versorgt. Rindfleisch hingegen nur 0,76 Kcal pro Liter liefert. Auf der Grundlage von Daten, die geliefert wurden, um zu beweisen, dass andere Zahlen "übertrieben" seien, bedeutet dies, dass Rindfleisch noch immer 36 Mal soviel Wasser pro Kalorie benötigt als Weizen.Wenn die gleichen Berechnungen für verdauliches Eiweiß erstellt werden, erweist sich Weizen als 18 Mal günstiger im Verbrauch von Wasser als Rindfleisch.Diese Zahlen werden auf Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: Vergleich des Wasserverbrauches bei der Herstellung von Rindfleisch und Weizen; Quelle:Beckett & Oltjen, 1993; USDAErnährungsdatenbank Gemäß diesen Zahlen benötigt ein Kg Rindfleisch soviel Wasser wie:
Da ein großer Prozentsatz der Ernten, die wir an unser landwirtschaftliches Nutzvieh verfüttern, auf "Geisteräckern" in Entwicklungsländern wächst, stammt dieses vergeudete Wasser nicht von unseren eigenen Reserven, sondern aus den Beständen gerade jener Länder,wo Trinkwasser äußerst knapp ist.
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