Liebesbeziehung zwischen Veganerinnen/Veganern und FleischesserInnen | Vegane Gesellschaft Österreich

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Babsi123
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Liebesbeziehung zwischen Veganerinnen/Veganern und FleischesserInnen
Hallo! Ich habe mich dazu entschieden, meine diplomarbeit über liebesbeziehungen zwischen veganerinnen/vegetarierinnen und omnivoren zu schreiben. Dazu habe ich einen fragebogen unter diesem link: http://vegan.limequery.com/295213 Ich wäre euch äußerst dankbar mir den auszufüllen, wenn jemand erfahrungen mit solch einer beziehung hat. Oder sogar solch eine lebt. Auch der/die feischessende partner/in kann sehr gerne den bogen ausfüllen, da man gefragt wird, welchen ernährungsstil man lebt. Vielen vielen dank im vorraus, babsi (das beantworten dauert etwa eine viertel stunde) Vielen lieben Dank euch allen im Voraus und liebe Grüße, Babsi
Lisa1965
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Gute Frage

Ist natürlich nicht einfach, aber ich denke, dass es immer Möglichkeiten gibt, dass jeder essen kann was er will..

 

Obwohl vegan mir natürlich besser gefällt :-)

jeff00x
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Respekt

Man sollte meinungen untereinander Respektieren. Gegenseitig. 

efraimstochter
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Ich kenne ehrlich gesagt

Ich kenne ehrlich gesagt keine Beziehung zwischen Veganern und Allesessern, die auf Dauer gehalten hätte. Ein Paar kannte ich, das einige Jahre verheiratet war, sie war Veganerin, er nicht. Im Kühlschrank hatten sie getrennte Fächer, gekocht haben sie meistens jeder für sich. Woran die Beziehung letzten Endes gescheitert ist, weiß ich aber nicht. 

Alle andere Veganer/Allesesser-Paare die ich kannte, haben sich eigentlich schon nach ein paar Monaten getrennt. Ich denke, da trennt einen von der Einstellung her halt doch mehr als "nur" die Essgewohnheiten. 

Zeigers
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Kenne einen Fall

Ich kann einen Fall da hat eine Veganerin einen Fleischesser bekehrt. Ob sie noch zusammen sind weiß ich aber nicht. 

efraimstochter
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In einer Beziehung? Oder

In einer Beziehung? Oder einfach so in einer normalen zwischenmenschlichen Beziehung?

Ich glaube, für viele Omnis ist es leichter einzelne Schritte oder den ganzen Weg zum Veganismus zurückzulegen, wenn sie das nicht alleine, sondern in Gesellschaft machen können. Ich weiß noch, wie ich meine Ernährung umgestellt hatte ... ich dachte, ich könnte kaum noch was essen. Dann habe ich mir neue Rezepte gesucht und habe inzwischen ein sehr breites Repertoire, von dem auch die Menschen in meinem direkten Umfeld profitieren können. 

kevinbambus1
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Sehr cool 

Sehr cool 

Momomoli
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Jeder soll so essen wie er es

Jeder soll so essen wie er es will und das sollte natürlich dann auch respektiert werden!

meiomei
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liebe geht durch den Magen -

liebe geht durch den Magen - so würde ich das gut zusammenfassend beschreiben :-) aber ich verstehe schon, dass man nur mit "Gleichgesinnten" eine Beziehung möchte, doch manchmal sagt das Herz halt auch etwas anderes. 

ratatuuui
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Interessant, werdei ich

Interessant, werdei ich teilnehmen ! 

Ennalora
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Bei Vegetariern kenne ich

Bei Vegetariern kenne ich einige Kombinationen dieser Art, bei langfristigen Veganern, wie ich ehrlich zugeben muss, allerdings nicht, da steckt dann meistens zu viel Herzblut drinnen und wer sich schon so sehr mit Ernährung beschäftigt hat und so viele Kompromisse eingeht, hat dann einen ganz eigenen Rhythmus bekanntlich. ;) Abseits der moralischen Komponente!

efraimstochter
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Grundsätzlich mag ich es auch

Grundsätzlich mag ich es auch nicht, wenn manche Menschen sich auf Grund gewisser Entscheidungen oder gewissen Lebensstilen für etwas Besseres halten, als Menschen, die anders Leben. Niemand ist unfehlbar und wenn man die Moralkeule schwingt, erreicht man damit so gut wie niemanden. Im Gegenteil, man schreckt sogar viele damit ab.

Beziehungen sollten in meinen Augen aber kein Kampf sein. Und auch kein "jeder macht, was er will". Wenn man den Lebensweg gemeinsam zurücklegen möchte, ist es nun mal nicht verkehrt, wenn beide zumindest in die selbe Richtung gehen wollen und ein ähnliches Tempo haben. Je unterschiedlicher die Werte und Vorstellungen sind, desto schwieriger wird das. Kompromisse in Beziehungen sind immer notwendig, aber bei den für mich elementar wichtigen Themen bin ich, so ehrlich muss ich sein, nicht kompromissbereit.

apfelkiwi
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Sehr interessantes Thema,

Sehr interessantes Thema, finde ich. Es erinnert mich etwas an so Themen wie Beziehungen zwischen unterscheidlichen Religionen und sowas in der Art. Im Endeffekt ist es ja auch sehr ähnlich. ;-) Ich kann eines dazu sagen - eine ehemalige Arbeitskollegin war Veganerin (wobei sie das eher aus gesundheitlichen Gründen und weniger wegen Ethik etc. war) und hatte damals, als wir im gleichen Büro saßen, einen jungen Mann kennengelernt. Er war totaler Fleischesser. Sie hat es auch erst nach 4,5 Treffen 'gebeichtet'. Ich muss sagen. der Kerl hatte das echt vorbidlich gelöst - er zeigte sich recht offen dem Thema gegenüber und probierte sich erstmal durch. Wenn sie halt wo essen waren, nahm er schon auch tierische Produkte zu sich. Aber wenn zuhause gekocht wurde, dann war es vegan. Ich glaube, das kommt sehr stark auf die Offenheit und den Charakter der PartnerInnen an. Meistens scheitert es dann, wenn niemand bereit ist, Kompromisse einzugehen. Ich persönlich meine ja, jeder soll das essen, was er möchte und fertig. Es gibt ja so gut wie immer eine Möglichkeit vegane und ncihtvegane Speisen gemeinsam zu essen. Und die Meinung des anderen respektieren. Fertig. 

Axolotl
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Genau, jeder soll das essen was er möchte

und für das Leid und den Tod unzähliger Lebewesen mitverantwortlich sein. Ich muss zwar wohl oder übel damit leben, dass der Großteil meiner Mitmenschen Tierprodukte konsumiert, aber in einer Partnerschaft wäre die Beziehung mit einer Nichtveganerin absolut nicht denkbar.

efraimstochter
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Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Für mich ist es, wie geschrieben, auch wichtig, dass man in einer Beziehung in den für mich wichtigen Dingen keine Kompromisse eingehen muss, weil man eh auf einer Wellenlänge ist. Aber ich muss sagen, dass sich die Prioritäten bei mir im Laufe des Lebens auch noch ein wenig verschoben haben und ich jetzt zwar bei einigen Dingen nachgiebiger bin, als früher. Bei anderen bin ich dafür in Beziehungen nicht mehr kompromissbereit. 

Ich selbst bin nicht von Kindesbeinen an vegan, das war bei mir eher ein Prozess. Zu der Zeit, als ich noch ohne viel nachzudenken alles gegessen habe, wäre für mich natürlich auch ein Omni als Partner in Frage gekommen. Die Omnis aus meiner Familie habe ich auch nach wie vor alle lieb, aber zusammenleben will ich mit meinen Eltern oder Großeltern nicht mehr. Und auch nicht mit einem Partner, der ein totaler Fleischesser ist. Familie hat man, Partner wählt man. 

Gregor
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ich mit meiner Frau seit 20 Jahren zusammen:

Sie vegetarisch (nicht vegan), ich Allesesser.

Funktioniert ohne Probleme, allerdings akzeptiere ich, dass es zu Hause halt kein Fleisch gibt. Das war für mich nie ein Problem.

Mittlerweile habe ich aber mein Verhalten aus eigenem Wunsch, weil ich die Vorteile einfach sehe, so angepasst, dass Fleisch bei mir nur mehr sehr sehr selten auf den Tisch kommt.

Ricarda Meinhaus
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Re: Liebesbeziehungen

Hallo Leute!

Das kann ich gut nachvollziehen. Ich war mal mit jemanden beisammen der auch Fleisch gegessen hat. Das gab immer wieder Grund zum Streit da wir immer zwei Speisen kochen mussten weil er mein veganes Essen nicht probieren wollte. Am Ende mussten wir uns dann doch leider deswegen trennen.

Steffeffeff
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Absolut kein Problem

Ich verstehe dieses "mein Partner muss vegan sein" Ding nicht und ehrlich gesagt regt es mich auch etwas auf. Wenn das eine Grundvoraussetzung ist und man nur Veganer in Betracht zieht, dann okay. Das ist eines jeden eigene Entscheidung. Aber: Wer sich einen Nicht-Veganer oder gar einen bekennenden Fleischliebhaber sucht, dann rumnörgelt und sich am Ende trennt "weil der Partner einfach nicht kompromissbereit ist", den kann ich einfach nicht verstehen. Ein Partner ist kein Stück Knete, das man besitzt und welches man dann kneten kann und muss wie man will. Ein Partner ist ein Individuum. 

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