Veganes Grillen | Vegane Gesellschaft Österreich

Veganes Grillen

13.07.2016

Sommer, Sonne, Urlaubszeit - Was gibt es Besseres als mit Familie und Freund_innen bei kühlen Getränken und leckeren Speisen die schönste Jahreszeit zu feiern? Dank zahlreicher rein pflanzlicher Rezepte zauberst du im Handumdrehen das perfekte vegane Grillfest.

Gemüsespeisen:

Beim Grillen von Gemüse sind der Fantasie beinahe keine Grenzen gesetzt. Es können verschiedenste Gemüsesorten gewürfelt auf Spießen oder als Ganzes auf Grillplatten angebraten und zuvor mit unterschiedlichsten Saucen mariniert werden. Wir empfehlen gebratene Maiskolben, Zucchini-Tofu-Spieße und Zucchini-Tomaten-Paprika-Zwiebel-Spieße.

Gemüse und andere pflanzliche Speisen enthalten im Vergleich zu Grillfleisch meist relativ wenig Fett und müssen daher gut mariniert und mit Öl bestrichen werden, da sie ansonsten schnell austrocknen oder verbrennen würden. Regelmäßiges Nachsehen und Wenden ist ebenfalls wichtig.

Gemüse und andere Lebensmittel sind idealerweise saisonal, regional und biologischen Ursprungs, da sie meist nicht nur geschmackvoller sind, sondern auch geringere Umweltauswirkungen verursachen. Eine große Auswahl an Gemüse und Gewürzen findet man nicht nur im Einzelhandel, sondern auch auf Märkten.

Fleisch- und Käsealternativen:

Da Tofu ein relativ geschmacksneutrales Lebensmittel ist, eignet er sich besonders gut zum Marinieren und Grillen. Bei der Zubereitung von Marinaden kann man der Kreativität freien Lauf lassen und Öle, Salz und Pfeffer mit verschiedenen Gewürzen kombinieren, zum Beispiel Kräutersalz, Kurkuma, Curry, Cayennepfeffer, Chiliflocken und Paprikapulver. Auch Sojasauce eignet sich gut zum Marinieren von Naturtofu. Die große Auswahl an verschiedenen Tofusorten (Nuss, Olive, Tomate, geräuchert, …) bringt einen weiteren Schwung Abwechslung an den Grill. Seitan, Sojamedaillons und vegane Würstchen werden ebenfalls gerne zum Grillen verwendet. Wir empfehlen außerdem selbstgemachte Seitanwraps. Auch für den vielfach beliebten Grillkäse gibt es vegane Alternativen, die im Handel erhältlich sind oder selbst zubereitet werden können, wie zum Beispiel ein veganer Kräuter-Grillkäse.

Mittlerweile können Fleischalternativen wie Tofu, Seitan, vegane Würstchen und ähnliches in gut sortierten Supermärkten gekauft werden. Bioläden, Reformhäuser und Online-Versandhändler sind ebenfalls gute Einkaufsoptionen.

Beilagen:

Beilagen wie Kartoffeln, Brot und Salate sind ein unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Grillmenüs. Bratkartoffeln können anstatt in Alufolien gewickelt und in der Grillkohle liegend
auch direkt auf einer Grillplatte oder im Ofen in einer Auflaufform zubereitet werden. Steckerlbrot ist ein Klassiker unter den Lagerfeuerspeisen und allseits beliebt. Gegrilltes Brot kann mit Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten und Kräutern verfeinert werden. Neben sattmachenden Beilagen wie Kartoffeln und Brot, sollte nicht auf sommerliche und erfrischende Salate, wie Linsensalat, Zucchinisalat und Kartoffelsalat, vergessen werden.

Während das Kochen meist ganz im Freien stattfindet, können und müssen manche Arbeitsschritte in der Küche verrichtet werden. Es ist zu beachten, dass Brotteige eine Ruhezeit benötigen und Marinaden meist einige Stunden einziehen müssen. Je länger die Marinade etwa in Tofu und Gemüse einziehen kann, desto intensiver wird der Geschmack.

Saucen:

Marinaden und Saucen spielen eine der wichtigsten Rollen beim Grillen, denn sie verleihen den Speisen die richtige Würze. Auf Basis von Sojajoghurt und passierten Tomaten kann man mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern eine schier unendliche Anzahl an Saucen zaubern, zum Beispiel Klassiker wie griechisches Tzatziki, aber auch scharfe Tomatensaucen und Schnittlauch-Knoblauch-Saucen.

Nachspeisen:

Auf keiner Grillparty sollte die Nachspeise zu kurz kommen, auch wenn diese meist zuvor in der Küche und selten am Grill zubereitet wird. Ein fruchtiger Obstsalat, ein erfrischendes Eis oder ein sommerlicher Früchtekuchen runden das Essensfest ab. In unserer Rezeptdatenbank findest du eine große Auswahl an verschiedenen Desserts und Kuchen.

Umwelttipps:

Neben dem Verzicht auf tierische Lebensmittel kann die Umwelt beim Grillen durch die folgenden Tipps weiter geschont werden:

Geschirr und Besteck:

Auch wenn im Freien gegrillt wird, sollte wiederverwendbares Geschirr und Besteck verwendet werden und nicht jenes aus Papier oder Plastik, um unnötigen Müll zu vermeiden. Die Speisen sollten nicht direkt auf den Grillrost aufgelegt werden, da durch in die Kohle tropfendes Öl krebserregende Stoffe entstehen können. Alufolie und Aluschalen sind sowohl ökologisch und gesundheitlich schädigend bzw. umstritten und können mit Steinplatten ersetzt werden.

Grillkohle:

Beim Kauf von Grillkohle sollte auf das FSC-Siegel geachtet werden, dass für eine nachhaltige Forstwirtschaft steht und die Erfüllung bestimmter sozialer und ökologischer Kriterien garantiert. DIN-geprüfte Holzkohle und Holzkohlebrikette verbrennen beinahe vollständig, haben einen geringen Aschegehalt und enthalten kein Pech, Erdöl oder Kunststoffe.

Grillanzünder:

Der Grill sollte nicht mit Papier oder chemischen Grillanzündern angezündet werden, sondern stattdessen mit Pressholz, Holzspänen oder Reisig. Es ist darauf zu achten, dass die Grillanzünder vollständig verbrannt sind, bevor man die Speisen auf den Grill legt.