Aktuelle Oxford-Studie belegt: Vegane Ernährung rettet Leben und schützt Klima | Vegane Gesellschaft Österreich

Aktuelle Oxford-Studie belegt: Vegane Ernährung rettet Leben und schützt Klima

01.04.2016

Bekanntlich hat unsere Ernährung einen Einfluss auf unsere Gesundheit sowie auf das Klima – doch wie groß diese Auswirkungen tatsächlich sind, zeigt nun eine Studie der Oxford Universität.

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Eine vegane Ernährung könnte jährlich den Tod von 8,1 Millionen Menschen verhindern.

Vorteile für Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft

Die Auswirkungen einer Ernährungsumstellung der Weltbevölkerung wären laut der Studie enorm: Es könnten einerseits Milliarden Tierleben und Millionen Menschenleben gerettet, andererseits ernährungsbedingte Treibhausgasemissionen bis zu 70 % reduziert und infolgedessen auch wirtschaftlich positive Effekte erzielt werden.

Die Studie

In der Studie wurden drei unterschiedliche Ernährungsweisen und ihr Impact auf Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft bis zum Jahr 2050 bewertet. Dazu wurden eine vegetarische, eine vegane und eine Ernährung laut der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation herangezogen und diese mit einem Prognose-Szenario der Vereinten Nationen – das primär auf einem zunehmenden Konsum von Tierprodukten beruht – verglichen.

Die Ergebnisse

Es wird gezeigt, dass übermäßiger Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch sowie ungenügend Konsum von Obst und Gemüse ausschlaggebende Faktoren für Übergewicht, chronische Krankheiten und frühzeitigem Tod sind. Dies zur Kenntnis nehmend könnte demnach bis 2050 der Tod von Millionen Menschen pro Jahr verhindert werden: bei Umsetzung der globalen Ernährungsempfehlungen 5,1 Millionen, bei vegetarischer Ernährung 7,3 Millionen und bei veganer Ernährung sogar 8,1 Millionen.
Zudem würde die Umwelt aufgrund weniger schädlicher Treibhausgase, welche den Klimawandel begünstigen, enorm profitieren. Hierbei ist zu erwähnen, so die Studie, dass über ein Viertel aller Treibhausgasemissionen auf das heutige Ernährungssystem zurückzuführen ist und davon rund 80 % die Tierhaltung beträgt. Wiederum hätte eine vegane Ernährung die günstigsten Auswirkungen, denn sie würde die Emissionen bis 2050 um 70 % senken. Eine vegetarische Ernährung würde eine Senkung um beachtliche 63 % bewirken, jedoch die weltweiten Ernährungsempfehlungen könnten lediglich eine Reduzierung um 29 % erreichen.
Schließlich zeigt die Studie, dass damit einhergehend auch ökonomische Vorteile erzielt werden könnten. Die enormen Einsparungen von 700 Milliarden bis 1 Billion US-Dollar jährlich würden sich hinsichtlich Gesundheits- und Betreuungskosten sowie Kosten aufgrund Verlusten von Arbeitskraft ergeben. Zusätzlich würden die reduzierten Treibhausgasemissionen zu Einsparungen bis zu 570 Milliarden Dollar führen.
Zusammengefasst: Je niedriger der Anteil an tierischen Produkten in der weltweiten Ernährung, desto größer die Vorteile für Gesundheit und Klima. Die genannten Vorteile gilt es erfolgreich zu kommunizieren und eine weltweite Ernährungsumstellung hin zu mehr pflanzlicher Kost zu fördern.