Tierfreundliche Kinderbücher

Tierfreundliche Kinderbücher

07.06.2022

Vegan lebende Eltern stehen früher oder später vor der großen Herausforderung, ihren Kindern ehrlich, einfühlsam und altersgerecht zu erklären, warum alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben und es falsch ist diese für Fleisch, Milch, Eier, Leder oder andere Produkte auszubeuten. In vielen Kinderbüchern spielen Tiere eine Rolle, die jedoch das vorherrschende, gesellschaftliche Bild der Überlegenheit der Menschen über andere Lebewesen reproduziert. In Bauernhof- und Zoogeschichten wird Kindern oft vermittelt, dass es normal und natürlich sei, Tiere zum „Nutzen“ des Menschen zu halten.

Kinder sind meist sehr tierliebend und wollen anderen Lebewesen kein Leid zufügen. Empathie kann besonders in jungen Jahren gefördert werden, wozu sich die folgenden Kinderbücher eignen. Behandelt werden nicht nur tierrechtsrelevante Themen wie Tiere zu Nahrungs- oder Unterhaltungszwecken, sondern auch der Prozess des Veganwerdens und Umgang mit kritischen Stimmen von nicht veganen Menschen.

Ab dem Kindergartenalter

Ruby Roth
Echo Verlag
48 Seiten
€ 15,90

Ruby Roths „Warum wir keine Tiere essen“ gehört definitiv zu den Klassikern der Vegan-Kinderbücher und das aus gutem Grund: Mithilfe von wunderschönen Bildern erklärt sie ihren Leser:innen, dass alle Lebewesen auf der Erde Gefühle haben und in Freiheit leben möchten. Kinder werden durch das Buch zum Nachdenken angeregt, ohne ihnen schlaflose Nächte zu bereiten. Sie sollen hinter die Fassaden eines zwiespältigen Systems blicken, in denen „Haustiere“ geschützt und geliebt und „Nutztiere“ ausgebeutet und getötet werden. Auch die Themen Hunger und Umweltzerstörung werden in Bezug zur Tierhaltung erläutert. „Warum wir keine Tiere essen“ ist ein Plädoyer für Respekt vor allen Erdlingen. Auf knapp über 40 Seiten wird anschaulich, informativ, bewegend und einfühlsam dargestellt, wie Hühner, Schweine, Kühe und Co. in ihren Tierfamilien leben möchten und zu welchem Leben in Tierfabriken die Menschen sie zwingen. Auch Erwachsenen verleiht das Buch einen gewaltigen Motivationsschub sich für Tiere (weiterhin) einzusetzen.

Ruby Roth
Echo Verlag
44 Seiten
€ 15,90

„Vegan aus Liebe“ ist das zweite Kinderbuch von Ruby Roth. Die Botschaft ist klar: Jeder und jede kann die Welt durch einen veganen Lebensstil zu einem besseren Ort machen. Während „Warum wir keine Tiere essen“ hauptsächlich die tierische Landwirtschaft behandelte, thematisiert dieses Buch die Ausbeutung von Tieren in der Modeindustrie, Tierversuchen, Unterhaltungsindustrie (Zoo, Zirkus, Stierkampf, …). Ruby Roth zeigt Alternativen zu tierleidvollen Produkten und Praktiken auf. Auch gesundheitliche und ökologische Aspekte der Tierhaltung, wie Regenwaldzerstörung, Überfischung, Klimawandel und Artensterben, werden thematisiert. Das Buch klärt auf, in welch breiten Dimensionen Tierausbeutung stattfindet, macht aber auch Mut sich für Tiere einzusetzen! Das Buch endet mit inspirierenden Worten: „Wenn man sich für ein veganes Leben entscheidet, ist das besonders mutig. Es bedeutet, dass du für dich selbst und alle anderen Lebewesen einstehst – und das ist Liebe. Unsere Entscheidungen können viel bewirken.“

Patrick George
Moritz Verlag
54 Seiten
€ 16,95

Das Bilderbuch „Lass mich frei!“ stellt am Ende die Frage „Welches Tier würdest du retten?“, kommt auf den übrigen Seiten jedoch ohne Worte aus. Durch Umblättern von transparenten Seiten können Tiere befreit und in ihren natürlichen Lebensraum gebracht werden. Da die Bilder nicht textlich beschrieben werden, können Eltern individuell entscheiden, wie sie ihren Kindern am besten Tierhaltung und -ausbeutung erklären. Kinder lernen spielerisch, dass ein Elefant in die Savanne gehört, nicht in den Zirkus. Ein Elch in den Wald und nicht als Jagdtrophäe an die Wand. Hühner wollen auf einer Wiese leben und nicht mit hundert oder tausend anderen Artgenossen in einer Halle. Auf diese Weise thematisiert „Lass mich frei!“ unter anderem die Nutzung von Tieren als Nahrung (Hühner, Fische), Unterhaltung (Zoo, Jagd, Zirkus) und Mode (Leder, Pelz).

Alexander Bulk
Compassion Media Verlag
71 Seiten
€ 13,90

Erhältlich in unserem Shop!

Schweinchen Hugo fragt sich, warum er getrennt von seiner Mama in einer anderen Stallbox leben muss und noch nie draußen war. Er erfährt, dass Tiere von Menschen gehalten werden, damit sie deren Fleisch, Milch und Eier essen können. Daraufhin plant Hugo mit seiner Freundin Mathilda einen spektakulären Ausbruchversuch und bringt alle Tiere des Bauernhofs in die Freiheit. Im Anschluss an die Geschichte werden Rezepte und auf Lebenshöfen wohnende Schweine vorgestellt. Das Buch ist für Volksschulkinder mit gewisser Lesekompetenz geeignet, aber auch zum Vorlesen ab dem Kindergartenalter. Kinder lernen im Buch, dass Schweine wie Menschen unterschiedliche Persönlichkeiten und Bedürfnisse haben, aber alle ein Recht auf Leben. Das Buch ist bei uns im Shop erhältlich!

Udo Kasper Taubitz
Echo Verlag
40 Seiten
€ 14,90

Schweinchen Schlau ist empört und traurig, denn der Bauer will seinen Papa töten, um aus ihm Würste, Leder und Gelatine zu machen. Während die anderen Schweine verzagen, verliert Schweinchen Schlau nicht den Mut und tüftelt an Alternativen und kocht leckere, tierfreie Würstchen. Der Bauer ist begeistert und auch von den anderen Dingen wie Agar-Agar-Gummibärchen und Kunstleder überzeugt. Er verspricht seine Schweinemast aufzugeben. Das Thema Tierhaltung und Schlachtung wird überaus kindergerecht erzählt und somit kann mit „Schweinchen Schlau“ Kindern ab etwa 4 Jahren erklärt werden, warum man Tiere nicht essen soll. Die liebevollen Illustrationen werden ergänzt von schönen, emotionalen Reimen: „Ich glaub, ich hab mich wohl verhört! Du willst mir meinen Papa rauben? Das kann ich leider nicht erlauben! Zwar bin ich nur ein kleines Tier, doch mein Papa, der gehört zu mir!“

Schlunz
GrünerSinn-Verlag
116 Seiten
€ 15,90

Der junge Bär Wuschel führt ein modernes Leben – er wohnt in einem Haus, trägt Hosen und Halsketten und hat bunte Haare. Er lernt, dass moderne Bären keine Tiere essen müssen oder sollen, und entscheidet sich fortan vegan zu leben. Gleichzeitig lernt er, dass er sich nicht in die Natur einmischen sollte und es für viele Wildtiere unausweichlich ist, Fleisch zu essen. Mit der Figur des fiktiven, modernen Bären wird Kindern erklärt, dass moderne Menschen keine tierischen Produkte essen sollten. Außerdem erfährt Wuschel, wie Schweine von Menschen gehalten werden und befreit daraufhin das Schweinchen Rosa, das seine beste Freundin wird und bei ihm zu Hause einzieht. „Wuschel Geschichten“ vermittelt Kindern ab dem Kindergartenalter, auf einfühlsame Weise und ohne sich grausamer Fakten zu bedienen, dass alle Lebewesen wertvoll und empfindsam sind und ein Recht auf ein Leben ohne Ausbeutung haben.

Schlunz
GrünerSinn-Verlag
112 Seiten
€ 15,90

In der Fortsetzung vom beliebten Kinderbuch „Wuschel Geschichten“ erlebt der Protagonist, der Bär Wuschel, weitere spannende Abenteuer. Der Autor versteht es kindgerecht zu erklären, was mit Lebewesen in der tierischen Landwirtschaft passiert, wie man mit negativen Stimmen zu Veganismus umgeht und andere versuchen kann zu überzeugen, weniger oder keine tierischen Produkte zu konsumieren. Auch das Konzept des Karnismus wird anschaulich thematisiert. Papa Bär versteht zunächst überhaupt nicht, warum sein Sohn plötzlich vegan ist, doch auch er beschließt sich fortan rein pflanzlich zu ernähren. Wuschel freut sich, seinen Freund:innen von seiner neuen Lebensweise zu erzählen, wird von einem Mitschüler jedoch gehänselt, dass ein echter Bär andere Tiere essen müsse. Besonders diese Geschichte macht „Noch mehr Wuschel Geschichten“ zu einem hervorragenden Kinderbuch, erinnert viele Kinder bestimmt an eigene Erlebnisse und hilft ihnen, damit umzugehen.

Sophie Lemcke, Miriam Altmann
GrünerSinn Verlag
60 Seiten
€ 20,90

Erhältlich in unserem Shop!

„Carli und der Lebenshof“ erzählt die berührende Geschichte von einem dreijährigen Kind, das gemeinsam mit seinen Eltern einen Lebenshof besucht. Das Buch erklärt kindgerecht, warum Fleisch, Milch und Eier zu Leid führen. Auch Zoos, Zirkusse, Pelzfarmen und Tierversuchslabore werden thematisiert. Zu jeder Ausbeutungsform wird ein Tier vorgestellt, dass nun auf einem Lebenshof lebt. Die Geschichten über Ausbeutung und Befreiung der Tiere gehen einem als Leser:in nahe. Besonders schön ist hierbei die Tatsache, dass alle Tiere auch in der Realität existieren und auf Lebenshöfen in Deutschland leben. An diese Höfe wird ein Teil der Erlöse aus den Buchverkäufen gespendet. Das Buch ist ein wahrer Schatz für alle Familien und geeignet für Kinder ab 3 Jahren.

Das Buch ist bei uns im Shop erhältlich!

Ben Balser
GrünerSinn-Verlag
36 Seiten
€ 10,20

„Schweine in Kisten“ handelt von einem kleinen, schwachen Piraten, der von anderen gehänselt wird. Sein großes Vorbild fragt er: „Wulli, woher bist du so stark? Isst du täglich Magerquark? Trinkst du viel, auch über’n Durst? Oder isst du ganz viel Wurst?“ Daraufhin erklärt Wulli sehr einleuchtend in kindergerechter Sprache, ohne detailliert auf Tierhaltungs- und Schlachtpraktiken eingehen zu müssen, warum es falsch ist Fleisch und andere tierischen Produkte zu essen und dass etwa Schweine in kleinen Käfigen beziehungsweise nach dem Buchtitel in Kisten leben müssen. Der Protagonist schmiedet einen Plan, befreit alle Schweine und lebt fortan in Frieden mit ihnen auf einer Insel. Die Reime lockern die Geschichte auf und machen sie gemeinsam mit den schönen Illustrationen zu einem wahren Lesevergnügen. Piratengeschichten sind bei vielen Kindern beliebt. „Schweine in Kisten“ eignet sich bereits ab dem Kindergarten zum Vorlesen.

Annette Tison und Talus Taylor
Atlantis Verlag
40 Seiten
€ 10,90

Viele von uns schwelgen in Kindheitserinnerungen, wenn sie an die Barbapapas denken. Wie schön, dass das Bilderbuch „Barbapapa rettet die Tiere“ Kindern den wertschätzenden Umgang mit Tieren lehrt. Als die Barbapapas entdecken, dass die Menschen durch Umweltzerstörung, Jagd und Fischerei Tiere bedrohen und töten, gründen sie einen Tierschutz-Park und kümmern sich um kranke Tiere. Doch als immer mehr Tiere Schutz vor den Menschen suchen, fliegen die Barbapapas mit den Tieren auf einen sicheren, grünen Planeten und kommen erst zurück, als die Menschen gelernt haben, umweltfreundlicher zu leben und auf Jagd und Fischerei zu verzichten. Das Buch ist für Kinder ab dem Kindergartenalter geeignet und begeistert durch die liebevollen Details in jedem Bild.

Alina Wegener
GrünerSinn-Verlag
16 Seiten
€ 7,50

„Jedes Tier hat das Recht auf ein schönes Zuhause“ sind die einleitenden Worte dieses Kinderbuchs. Das Kaninchen Mathilda findet nach langem Herumirren endlich ein neues Zuhause in einem Tierschutzhof. Zunächst ist sie sehr schüchtern, ängstlich und fragt sich, ob die anderen Tiere sie aufnehmen werden. Diese bereiten ihr eine große Willkommensfeier und nehmen sie herzlich auf. Dieses kurze Bilderbuch ist für Kinder ab dem Kindergartenalter geeignet und vermittelt, dass Tiere ebenso Gefühle wie Angst, Trauer, Liebe und Mitgefühl verspüren. Kindern hilft das Buch, sich in andere Lebewesen hineinzuversetzen und empathischer zu werden. Die Geschichte ist besonders einfühlsam und verständlich, da jede:r schon einmal in der Situation war, der:die Neue zu sein.

Eva Lamberty
GrünerSinn-Verlag
40 Seiten
€ 12,50

„In den Wäldern“ erzählt die Geschichte vom Stadtkind Jaime, das mit seinen Eltern campen geht und sich im Wald verirrt. Gemeinsam mit seinem Stofftier versucht er den Ausgang aus dem Wald zu finden, dabei lernt er zahlreiche Tiere kennen, die ihn vor den Biestern warnen. Denn diese haben den See vergiftet, Bäume gefällt, Tiere vertrieben und Müll im Wald zurückgelassen. Der Frosch etwa erzählt: „Der See ist tot und die Fische sind Gift, so wie alles darin (im Tümpel). Die Biester nehmen sich (…) alles, was sie wollen, ohne an andere zu denken.“ Am Ende stellt sich heraus, dass die Biester Waldarbeiter und Jäger sind. Probleme wie Umweltverschmutzung, Waldrodungen und Jagd auf Wildtiere werden besprochen. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, die Leser:innen sind regelrecht auf der Suche nach den Biestern. „In den Wäldern“ ist für Kinder ab acht Jahren geeignet, da der Text relativ umfangreich ist.

Carlos Patiño
Compassion Media Verlag
36 Seiten
€ 12,40

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Der Außerirdische Klaus würde niemals Tiere essen. Als er die Erde besucht ist er entsetzt, dass Hühner und andere Tiere von Menschen gegessen werden. „Klaus mag Hühner“ besteht aus vielen, sehr bunten Bildern und wenig, aber gereimtem Text. So lernen Kinder, dass Hühner keine Nahrung sind, Bedürfnisse haben, wie Sandbäder nehmen, und äußerst intelligent sind. Das Buch ist für Kinder ab dem Kindergartenalter geeignet, auch für Leseanfänger:innen könnte es interessant sein.

Tiere backen einen Kuchen
Dolunay Gördüm, Franziska Viviane Zobel
Der vegane Kinderbuchverlag Next Level
€ 29,90

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Empathisch und kindgerecht erklärt das Buch, warum Milch, Eier und andere Tierprodukte nicht uns Menschen, sondern den Tieren gehören. Damit die Maus dennoch einen Kuchen für ihre Kinder backen kann, schließen sich ihr andere Tiere an. Sie erlernen gemeinsam die vegane Backkunst – mit der einen oder anderen Überraschung. Die Geschichte vermittelt dabei Kindern ab vier Jahren, wie eine faire Mensch-Tier-Beziehung aussehen kann und warum Tierprodukte auf unseren Tellern nichts verloren haben. Untermalt wird die Botschaft durch wunderschöne Zeichnungen und eine liebevolle Geschichte, die das Thema Veganismus den Leser:innen und Zuhörer:innen nahebringt, ohne tiefgehend die Grausamkeiten der Tierausbeutung zu thematisieren. „Tiere backen einen Kuchen“ wird so zu einem großartigen Begleiter für Eltern und Co., die ihren Kindern eine tiergerechte und vegane Lebensweise vermitteln möchten.

Mandeln melken
Katharina Bacher, Franziska Viviane Zobel
Der vegane Kinderbuchverlag Next Level
€ 12,90

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Mütter stellen für ihre Kinder Milch her. So machen es Menschen und auch andere Säugetiere. Das Bilderbuch vermittelt hoch empathisch, dass daher Kuhmilch für Kälber und nicht für Menschen bestimmt ist. Um die Botschaft zu vermitteln, wird den Leser:innen eine Reise durch Mutter-Kind-Beziehungen erlaubt, untermalt mit wunderschönen Zeichnungen und Reimen. Denn egal ob Mensch, Rind, Schwein, Katze oder Maus, Muttermilch ist für die eigenen Kinder da. Die einfache Lösung für Menschen, die keine Säuglinge mehr sind: Pflanzenmilch aus Hülsenfrüchten, Getreide oder Nüssen, auch wenn Mandeln nicht gemolken werden müssen, wie der Titel humoristisch andeutet. Das Kinderbuch ist durch seinen positiven Zugang und seine verständliche Botschaft bereits für sehr junge Kinder geeignet.

Grün macht groß
Katharina Bacher, Gastón Gordon
Der vegane Kinderbuchverlag Next Level
40 Seiten
€ 17,90

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Was haben Elefanten, Gorillas und Giraffen gemeinsam? Sie alle sind nicht nur große, sondern auch pflanzenessende Tiere. „Grün macht groß“ spricht sich für eine pflanzliche Ernährung aus und räumt mit dem Vorurteil auf, dass Pflanzen nicht stark machen würden. Liebevoll gezeichnet und gereimt begegnen die Leser:innen vielen der größten Tiere an Land und auch im Wasser. Im Schlussteil finden sich zudem eine illustrierte Liste der schmackhaftesten grünen Pflanzen für Mensch und Tier sowie spannende Informationen zu den Tieren selbst. Das Kinderbuch ist für Kindergartenkinder wohl am spannendsten, aber wird auch kleinere und größere Kinder begeistern.

Das blaue Ei
Katharina Bacher, Theda Mimilaki
Der vegane Kinderbuchverlag Next Level
24 Seiten
€ 10,90

Erhältlich in unserem Shop!

Ein Kinderbuch, das an das Osterfest anknüpft. Der Osterhase findet eines Tages ein blaues Ei und nimmt es begeistert mit nach Hause. Später erfährt er, dass eine Vogelmutter verzweifelt nach ihrem Ei sucht. Schließlich gibt er das Ei zurück und findet eine kreative Alternative für Eier, die seiner Meinung nach das Fest retten. „Das blaue Ei“ lädt ein darüber nachzudenken, dass Eier nicht Menschen, sondern Vögeln gehören. Es eignet sich zum Vorlesen ab dem Kindergartenalter, zum Selbstlesen ab dem Volksschulalter. Die landwirtschaftliche Hühnerhaltung und Eierproduktion können im eigenen Tempo thematisiert werden, denn außer einer frei lebenden Henne mit ihren Eiern im Wald wird kein direkter Bezug zu dieser Form der Tierhaltung hergestellt.

Elsa büxt aus. Eine ziemlich wahre Geschichte
Christiane Wittenburg, Linda Mieleck
CalmeMara Verlag
32 Seiten
€ 15,00

„Elsa büxt aus“ erzählt die Geschichte einer Kuh, die den Sprung vom Bauernhof in den Lebenshof schafft. Nach einem eintönigen Leben am Bauernhof wird sie eines Tages in einen Lastwagen verladen und zu einem Schlachthof gebracht. Sie entkommt und flüchtet in einen Wald. Dort lernt sie zahlreiche Tiere kennen, doch erst nachdem sie eine Rinderherde auf einer Weide gefunden hat, wird sie glücklich. Schließlich findet sie das verloren gegangene Vertrauen in Menschen wieder und kann auf einem Lebenshof wohnen. Das überaus Spannende: Die Geschichte von Elsa hat sich so vor einigen Jahren in Deutschland ereignet. Auf die Leser:innen wartet nicht nur eine berührende Erzählung über Tiere und ihre Gefühle sowie Bedürfnisse, sondern auch ein Stück Geschichte von einer sich selbst befreienden Kuh. Die simple Botschaft, dass Tiere frei leben wollen, wird auf eine einfache Art und Weise erklärt, ohne auf die Grausamkeiten der landwirtschaftlichen Tierhaltung genau einzugehen. „Elsa büxt aus“ ist damit sowohl zum Selber-Lesen für Volksschulkinder als auch zum Vorlesen für Kindergartenkinder geeignet.

Ein Buch für Hansi. Eine ziemlich wahre Geschichte
Sandra Niermeyer, Linda Mieleck
CalmeMara Verlag
40 Seiten
€ 15,00

„Ein Buch für Hansi“ ist ein starkes Plädoyer für eine gerechtere und fairere Mensch-Tier-Beziehung. Das Schwein Hansi wurde aus einem Zuchtbetrieb gerettet, wo sein sicherer Tod gewartet hätte. Sein neues Leben auf einem Lebenshof hingegen wird seinen Bedürfnissen gerecht – Schlamm- und Sonnenbäder, Freundschaften zu anderen Lebewesen und köstliche Bananen stehen an der Tagesordnung. Sein Leben in der Landwirtschaft hingegen war dunkel, eng und trist. Im Kinderbuch werden Beziehungen und Bedürfnisse von Tieren sehr berührend beschrieben und so wird die einfache Botschaft, dass alle Lebewesen in Freiheit leben wollen, verständlich vermittelt. Das Besondere: Das Schwein Hansi hat tatsächlich gelebt, seine Geschichte von der Landwirtschaft auf den Lebenshof hat so stattgefunden. „Ein Buch für Hansi“ wird so zu einem emotional nahegehenden und gefühlvollen Leseerlebnis für Groß und Klein.

Ab dem Volkschulalter

Udo Kasper Taubitz
Echo Verlag
64 Seiten
€ 13,90

Als Karl Klops beschließt kein Fleisch mehr zu essen, schicken ihn die beunruhigten Eltern auf den Bauernhof von Onkel Tom, um ihm seine vegetarischen Flausen auszutreiben. Von der Nachbarin erhält Karl einen Zaubertrank und kann einige Stunden mit Tieren sprechen. Die Kühe erzählen ihm, wie sehr sie um ihre Kinder trauern und dass die Menschen ihre Milch, die eigentlich für ihre Babys ist, stehlen. Karl überzeugt seinen Onkel, dass die Tiere in Freiheit leben sollten und so wird der Bauernhof zu einem Lebenshof umfunktioniert. „Karl Klops“ ist die Geschichte von einem mutigen Jungen, der sich trotz scharfer Kritik seiner Familie für seine Überzeugung und Tierrechte einsetzt. Das Buch regt zum Nachdenken an, ist teils lustig, teils traurig, aber auf jeden Fall inspirierend und aufklärerisch. Das idyllische Bild vom Bio-Bauernhof wird kritisch betrachtet, gemeinsam mit dem Bauer und der Bäuerin werden Lösungen gesucht. Das Buch ist ab dem Volksschulalter geeignet.

Marco Mehring
tredition Verlag
143 Seiten
€ 10,90

Die kleine Fine lebt neben einem Bauernhof, wo ihre beste Freundin, die Kuh Luise, wohnt. Immer wieder fallen ihr merkwürdige Dinge auf, so verschwinden Kälber und Kühe und kommen nie wieder zurück. Fine findet heraus, dass Kuhmüttern ihre Kinder kurz nach der Geburt weggenommen und dass Tiere wegen ihrer Milch und ihrem Fleisch gehalten und getötet werden. Als Fine das Kälbchen von Luise namens Max alleine, weinend in einer kleinen Einzelbox findet, beschließt sie ihn zu befreien, um ihm vor seinem Schicksal im Schlachthaus zu retten. Wenig überraschend erfahren die Eltern von der Rettungsaktion, doch sie sind so gerührt von Fines Mitgefühl und sehen ein, dass es falsch ist Müttern ihre Kinder und deren Milch zu stehlen. Max und Luise leben von da an auf einer Weide hinter dem Garten von Fine. Der Autor versteht es zu zeigen, dass wundervolle, innige Freundschaften auch zwischen Mensch und Tier existieren. Besonders überzeugend und einleuchtend werden Vergleiche zwischen der menschlichen Mutter-Kind-Beziehung und jener zwischen Kuh und Kalb gezogen. Ebenso wird die speziesistische Behandlung von „Nutztieren“ und „Haustieren“ in Frage gestellt. „Max & Fine“ ist für Leseanfänger:innen etwa ab der zweiten Klasse Volksschule geeignet.

Marco Mehring
tredition Verlag
195 Seiten
€ 13,90

Während im ersten Band die Milchwirtschaft im Zentrum der Kritik steht, wird in „Max &Fine 2 – Henri haut ab“ die Haltung von Hühnern thematisiert. Als Fine eines Abends im Wald das Küken Henri findet, erklären ihr die Eltern, dass Hühner nur gehalten werden, da die Menschen an ihren Eiern und ihrem Fleisch interessiert sind. Im Wald hinter ihrem Haus befindet sich eine Brüterei, die durch Bestreben der Dorfbewohner im Laufe der Geschichte geschlossen wird. Auch der Bauer aus dem ersten Band hat einen Sinneswandel erlebt, er hat seinen Bauernhof in einen Lebenshof verwandelt. Mutter-Kind-Beziehungen werden beschrieben, ebenso weitere natürliche Bedürfnisse von Hühnern, die sie unter der Haltung von Menschen nicht ausüben können. Durch verschiedene Beispiele wird mit dem idyllischen Bauernhof-Bild aufgeräumt. Detailliert und dennoch kindgerecht werden die verschiedenen „Stationen“ im Leben eines Huhns skizziert, angefangen von Lege- und Brutbetrieben, bis Aufzuchtstationen und dem Ende im Schlachthaus. Besonders hervorzuheben ist der Abschnitt über vegane Ernährung mit Rezepten und Empfehlungen, wie Eier in der Küche ersetzt werden können. Den Abschluss des Buches bilden Hintergrundinformationen über Hühner und deren Lebensbedingungen. Trotz der Behandlung eines traurigen Themas wird eine positive Botschaft vermittelt, dass man mit einem veganen Lebensstil viel bewirken kann.

Marco Mehring
tredition Verlag
196 Seiten
€ 13,30

Im dritten Teil von Marco Mehrings erfolgreicher Kinderbuchserie erlebt Fine mit ihren Freund:innen erneut ein spannendes Abenteuer. Unbeirrt gehen sie den Machenschaften von einflussreichen Leuten in ihrem Dorf nach. Sie überzeugen sich selbst von den Zuständen in einem Schweinezucht- und -mastbetrieb und tun alles für sie erdenkliche, um die Situation der empfindsamen Lebewesen zu verbessern. So wird auch in „Max & Fine 3“ deutlich, wie innig Mensch-Tier-Freundschaften sein können und dass alle Lebewesen geliebt werden wollen. Im Zentrum von diesem Teil stehen also Schweine, ihre Bedürfnisse und Eigenschaften, aber auch ihre Lebensbedingungen in der Landwirtschaft. Einfühlsam, kindgerecht und ehrlich wird erklärt, wie Schweine eingepfercht in Hallen ihr Dasein fristen bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben und getötet werden. Die Leser:innen erfahren was unter Kastenstand, Deck-, Warte- und Abferkelställen verstanden wird. Umweltprobleme, wie die Regenwaldabholzung zum Futtermittelanbau, werden ebenfalls thematisiert. Auch dieser Teil schließt mit umfangreichen Hintergrundinformationen zur Schweinehaltung und leckeren, veganen Rezepten ab.

Irina Korschunow
dtv Verlag
48 Seiten
€ 8,90

Die Mutter des kleinen Fuchses wird von einem Jäger erschossen. Voller Angst und Hunger harrt er in einem Gebüsch aus, bis eine Füchsin ihn aufnimmt, obwohl sie selbst schon drei Kinder hat. Sie verteidigt den Kleinen gegen Gefahren und böse Stimmen von einem Hund, Dachs und Fuchs. Die Geschichte behandelt den gewaltsamen Eingriff von Jägern in die Natur und Tierfamilien und die Stärke von Mutterliebe. Die Füchsin nimmt den Findefuchs wie ihr eigenes Kind an und liebt alle vier Kinder gleichermaßen. So sagt sie an einer Stelle: „Ich habe ihn gewärmt und ihm zu trinken gegeben. Ich habe ihn durch den Wald geschleppt. Ich bin mit ihm vor dem Hund geflohen und musste sogar mit dem Dachs kämpfen. Mein Findefuchs soll bei mir bleiben.“ Die Geschichte wird durch wunderschöne Illustrationen von Reinhard Michl ergänzt. Leseanfänger_innen werden ihre Freude beim Buch haben, es eignet sich auch ideal zum Vorlesen.

Katja Kaminski
Books on Demand Verlag
96 Seiten
€ 10,90

Das Buch „Die Kunst des Miteinanders“ beinhaltet 13 Geschichten über Ausgrenzung, Rassismus und Speziesismus. In „Mina und der Apfelkuchenheugeruch“ wird kindgerecht erzählt, warum Tiere nicht zu unserem Nutzen gehalten werden sollen. Die Autorin spricht sich in „Norbert und der Zirkus“ gegen die Haltung von Zirkustieren zu unserer Unterhaltung aus. Allen Geschichten ist gemeinsam, dass sie keinen Sündenbock suchen, sondern eine Problemlösung auf Augenhöhe anstreben. Die Autorin will ihren Leser_innen den Mut schenken, die Welt zum Positiven zu verändern. Die Geschichten wurden für Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter konzipiert, sind aber auch für ältere Kinder und Erwachsene ein Lesevergnügen.

Kirsten Boie
Oetinger Verlag
32 Seiten
€ 12,90

Josef Schaf möchte unbedingt einen Menschen haben, denn alle anderen Tiere in seiner Schulklasse haben auch einen. Der Vater ist zunächst kritisch, hält nichts von Hausmenschen und sieht deren Haltung als Menschenquälerei an. Josef verspricht ihn zu füttern, seinen Käfig zu säubern und mit ihm an der Leine spazieren zu gehen. Die Geschichte einer verkehrten Welt, in der Tiere Menschen halten, stellt eine subtile Kritik an der Haustierhaltung dar. Kindern kann so vermittelt werden, dass Tiere nicht in Käfigen zu unserer Unterhaltung dahinvegetieren wollen. Das Buch bietet einen Einstieg in die Diskussion über Haustiere. Um die Botschaft dahinter zu verstehen ist, vor allem bis in das Volksschulalter, ein Gespräch unentbehrlich.

Ziska Fischer, illustriert von Evelyn Faulhaber
Alibri-Verlag
24 Seiten
€ 15,95

Das kleine Drachenmädchen Cha lebt zusammen mit ihrer Familie und ihren Freunden in einer dunklen Drachenhöhle. Zum Essen gibt es nur grauen Käse, Eier und Milch. Da sie das immer gleiche Essen irgendwann nicht mehr sehen kann, beschließt Cha sich auf die Suche nach etwas Neuem zu machen. Zusammen mit ihren besten Freunden, den Zwillingen Thalon und Branco, stößt sie dabei auf ein dunkles Geheimnis, das ihr die erwachsenen Drachen bisher verschwiegen haben. Das Buch ist sehr einfach geschrieben und leicht verständlich. Trotzdem werden komplexe Themen wie Bodenhaltung, Milchproduktion und die Tierindustrie im Allgemeinen angesprochen. „In der dunklen Drachenhöhle“ geht durchaus kritisch mit diesen Themen um, jedoch ohne zu überfordern. Vielmehr werden der Gerechtigkeitssinn und die Neugierde der Hauptprotagonistin hervorgehoben. Die Geschichte wird von zahlreichen farbenfrohen Illustrationen begleitet. Außerdem gibt es noch ein Rezept für veganen Schokokuchen obendrauf.

Marco Mehring, illustriert von Lena Wenz
Compassion Media
92 Seiten
€ 15,00

Tierleid passiert oft hinter verschlossenen Türen, sei es in der Landwirtschaft oder auch in der Tierversuchsindustrie. Letztere steht im Zentrum von „Nachts im Labor“. In zehn Kapiteln wird die Geschichte vom Affenmädchen Mo erzählt, die von ihrer Heimatinsel entführt und in ein Versuchslabor gebracht wird. Sie und auch die übrigen Tiere treten als aktive und kämpferische Persönlichkeiten auf, wie etwa der Hund Charles und die Ratte Einstein, und so können sie sich selbst aus ihrer misslichen Lage befreien. Menschen werden zweifach gruppiert – in Laborarbeiter:innen, die Tiere quälen, und in Tierschützer:innen, die gegen ebendiese Tierqual ankämpfen und die Befreiung von den Tieren unterstützen. Es folgt ein Happy End, dass alle Tiere gemeinsam auf der anfänglichen Heimatinsel leben lässt. Auch wenn das Buch nicht direkt die Durchführung von Tierversuchen behandelt, so sind deren Spuren, wie schmerzende Narben an den Köpfen der Tiere, sichtbar. Zudem wird die Geschichte anhand eines doch längeren Textes erzählt. Durch die Thematik und Länge der Geschichte ist „Nachts im Labor“ daher vor allem für Kinder ab dem Volksschulalter zu empfehlen. Dabei folgt sie der einfachen – und im Buch auch sprachlich einfacher ausgedrückten – Logik: „Wenn andere Tiere so sind wie wir, sind Tierversuche moralisch untragbar. Wenn sie nicht so sind wie wir, sind Tierversuche sinnlos.“

Tiere haben Rechte
Ola Woldańska-Płocińska
Beltz & Gelberg
88 Seiten
€ 17,95

Die gesellschaftliche Stellung von Tieren könnte nicht unterschiedlicher sein. Sie werden als sogenannte Haus-, Nutz- und Wildtiere in Bezug zum Menschen gesetzt und von diesem unterschiedlich genutzt. „Tiere haben Rechte“ geht der Frage nach, wie sich die gegenwärtige Mensch-Tier-Beziehung in der Vergangenheit entwickelt hat und wie sie sich in der Gegenwart darstellt. Dazu wird ein Streifzug durch die Geschichte unternommen, vom Jagen und Sammeln sowie Sesshaftwerden der Menschen über die Antike und das Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Dabei wird die seit Jahrtausenden enge Verwobenheit von menschlichen und tierlichen Lebewesen betont, die mit der Industrialisierung schließlich auch zur Massentierhaltung führte. Die Nutzung von Tieren in der Moderne wird in unterschiedlichen Bereichen besprochen. Zentral sind hierbei vor allem sogenannte Nutztiere in der Landwirtschaft und sogenannte Haustiere in unseren Häusern. Während das Buch für Respekt von Tieren plädiert und auch Veganismus anspricht, wird die Frage den Leser:innen überlassen, ob Menschen Produkte von Tieren essen dürfen. „Tiere haben Rechte“ ist somit kein streng veganes Kinderbuch, doch es behandelt die Vielfältigkeit der Mensch-Tier-Beziehungen wie kaum ein anderes und versteht es, komplexe Themen, wie beispielsweise Tierschutz und Tierrechte, kindgerecht zu erklären. Auch wenn an manchen Ecken und Enden eine vegane Positionierung vermisst wird, ist „Tiere haben Rechte“ ein überaus engagiertes Buch, das Kindern ab dem (späteren) Volksschulalter an vielfältige Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung heranführt und sie definitiv zum Nachdenken anregt.