Neues aus der Politik: Innovationen und Vorstöße in Richtung pflanzlicher Zukunft
Neues aus der Politik: Innovationen und Vorstöße in Richtung pflanzlicher Zukunft
Was tut sich in der Politik? Vier positive Kurzmeldungen zu Neuerungen im politischen Bereich.

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Niederlande: Amsterdam verbietet Fleischwerbung
In Amsterdam ist Werbung für Fleisch und fossile Brennstoffe im öffentlichen Raum ab dem 1. Mai 2026 verboten. Das Verbot wurde von der Partei für die Tiere (Partij voor de Dieren, PvdD) und den Grünen (Groen- Links) initiiert und ist Teil der städtischen Bemühungen, klimabezogene Emissionen durch regulatorische Maßnahmen zu reduzieren. Der Stadtrat stimmte mit 27 von 45 Stimmen zu.
Ähnliche Verbote gibt es bereits in anderen Städten, Amsterdam ist jedoch die weltweit erste Hauptstadt, die diesen Schritt geht. Zusätzlich strebt die Stadt bis 2050 eine zu 50 % pflanzliche Ernährung ihrer Bewohner:innen an.

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Deutschland: Wissenschaftlicher Agrarbeirat empfiehlt Bundesregierung Förderung von Fleisch- und Milchalternativen
Der hochkarätig besetzte Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) des deutschen Landwirtschaftsministeriums empfiehlt in seinem an die Bundesregierung gerichteten Gutachten „Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch: Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung“ die gezielte Förderung von pflanzlichen und biotechnologischen Alternativen zu Fleisch und Milchprodukten (z. B. kultiviertes Fleisch und Fermentationsprodukte).
Konkret werden eine konsequente Umorientierung der Fördermittel, eine Angleichung der Mehrwertsteuer, transparente Verbraucher:inneninformationen (Klima-Label und Nutri-Score), Innovationsförderung in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Unterstützung bei Zulassungsanträgen in der EU sowie Maßnahmen wie Nudging und Default-Angebote angeraten.
Weiterlesen: vegan.at/agrarbeirat

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Österreich: Veranstaltungen der österreichischen Hochschüler:innenschaft (ÖH) werden vegetarisch
Bei der zweiten ordentlichen Sitzung der ÖH-Bundesvertretung im Wintersemester 25/26 beschloss die Vertretung aller Studierenden an österreichischen Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen mit den Stimmen von VSStÖ (Verband Sozialistischer Student:innen in Österreich), GRAS (Grüne und Alternative Student:innen) und FLO (Unabhängige Fachschaftslisten Österreichs), dass bei ÖH-Veranstaltungen künftig ausschließlich (vegan-)vegetarische Kost angeboten wird.
Der Antrag trug den Titel „Ab jetzt sind wir vegÖHtarisch“ und zielte darauf ab, dass mit ÖH-Mitteln keine Schlachterzeugnisse finanziert und stattdessen klimafreundliche Entscheidungen forciert werden.

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Österreich/EU: Verein für Proteinvielfalt fordert pflanzlichen Aktionsplan
Der Verein für Proteinvielfalt in Österreich (VPO) fordert einen umfassenden Plan zur Förderung pflanzlicher Lebensmittel. Die Ziele des Vereins sind ein nachhaltigeres Ernährungssystem mit geringerem ökologischem Fußabdruck, die Stärkung regionaler Proteinalternativen und die Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Förderung innovativer Proteinquellen (pflanzlich, fermentiert, zellbasiert).
Zu den Mitgliedern und Partner:innen des Vereins zählen große Lebensmittelhändler wie BILLA, Spar, Lidl oder Hofer und Unternehmen wie MONA Naturprodukte, Veggie Meat, Revo Foods und BioCraft Pet Nutrition. Andere Arbeitsthemen sind die Absenkung der diskriminierenden Besteuerung pflanzlicher Alternativen auf das Niveau ihrer tierischen Produktpendants sowie die Ablehnung von innovationshemmenden EU-weiten Bezeichnungsverboten bei Begriffen wie Sojasteak.
Website: proteinvielfalt.at
Dieser Artikel ist in unserer VEGAN.AT-Ausgabe 45 erschienen.


