Veganuary – 5 Tipps, um aus pflanzlichen Speisen Bestseller zu machen

Veganuary – 5 Tipps, um aus pflanzlichen Speisen Bestseller zu machen

14.12.2025

Immer mehr Gäste wünschen sich pflanzenbasierte Gerichte – nicht zwingend aus Überzeugung, sondern weil sie Lust auf Abwechslung, leichtere Speisen oder moderne Küche haben. Ziel ist es, im Veganuary vermehrt pflanzliche Gerichte anzubieten und Gäst:innen auf pflanzliche Optionen neugierig zu machen.

Mit den folgenden fünf erprobten Methoden können Sie den Absatz pflanzlicher Speisen deutlich steigern – ohne Mehraufwand und ohne die gewohnte Küche zu verändern.

Alle Wiener:innen laden wir zur Veganuary-Challenge in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien ein. Mehr Infos zur Initiative gibt es in unserem Veganuary-Artikel. Nutzen Sie als Gastronom:in auch unseren Namensgenerator, um pflanzliche Speisen für alle Zielgruppen attraktiv zu benennen!

 

 

 

Informieren Sie Ihre Gäst:innen über die Chance auf Gewinne – nutzen Sie unsere Druckvorlage als Aushang oder Tischaufsteller und unsere Web-Grafik für Ihre Website und Social-Media-Kanäle.

1. „Gericht des Tages“-Effekt

Wenn ein Angebot als „Gericht des Tages“, „Empfehlung der Küche“ oder „Gasthaus XYZ Spezial“ gekennzeichnet ist, wird es automatisch als etwas Besonderes wahrgenommen. Die Gäste erwarten ein frisch gekochtes, saisonales oder kreatives Highlight – und sind eher bereit, die Speise auszuprobieren.

Beispiel:
„Gericht des Tages: Spaghetti Napoli mit fruchtiger Tomatensauce & frischem Basilikum“

Aufsteller mit "Gericht des Tages: Spaghetti Naopli mit frischem Basilikum"

2. Der „Hauptspeisen/Standard Options“–Trick

Studien haben gezeigt, dass sich dasselbe pflanzliche Gericht signifikant besser verkauft, wenn es in der Kategorie „Hauptspeisen“ verzeichnet ist und nicht in einer separaten Kategorie wie „Vegetarisch und Salate“ steht. Wird es als vollwertige Hauptspeise geführt, entsteht bei Gästen das folgende Gefühl: Das ist eine ganz normale Option – nicht die Alternativlösung.

Falls Sie mehrere Menülinien oder Ausgabestationen haben, sollten Sie die pflanzlichen Gerichte in die beliebteste Station oder Linie integrieren. Dieser einfache Platzierungstrick wirkt Wunder!

pflanzlicher Burger

3. „Gschmackig und lecker“ verkauft sich besser als „gesund“

Gäste entscheiden nach Lust, nicht nach Ernährungsdogmen. Wörter wie „vegan“, „vegetarisch“, „kalorienarm“, „cholesterinfrei“ oder „gesunde Alternative“ führen oft zu dem Eindruck: geschmacklich verzichtbar, vielleicht etwas langweilig.

(+) Verwenden Sie Wörter, die Geschmack, Zubereitungsart und Herkunft bezeichnen, etwa „würzig“, „knusprig gebraten“ oder „mediterran“ (siehe Namensgenerator).
(-) Vermeiden Sie die folgenden Begriffe auf der Speisekarte oder im Namen des Gerichts: „vegetarisch“, „vegan“ oder gesundheitsbezogene Wörter (z. B. „fettarm“, „leicht“, „gesund“).

Beispiel:
Statt „veganer Chili-Eintopf" lieber „feuriges mexikanisches Chili mit würzigen Bohnen, Paprika & Tomaten“.

So wird ein Gericht nicht als „Ersatz“, sondern als kulinarisches Erlebnis wahrgenommen.

feuriges mexikanisches Chili
© freepik

4. Dezente Kennzeichnung

Für manche Gäst:innen ist es wichtig zu erkennen, welche Gerichte pflanzlich sind – aber die Kennzeichnung sollte nicht überladen oder abschreckend wirken. Eine zu prominente Vegan–Kennzeichnung kann Gäst:innen unbewusst ausschließen.

Es reichen eine Allergenkennzeichnung, ein grüner Punkt oder ein kleines Blatt sowie eine dezente Legende zur Erklärung.

Beispiel Speisekarte mit dezenter Markierung

5. „Was der Bauer ned kennt …“

Setzen Sie auf bekannte und beliebte Gerichte und kreieren Sie eine pflanzliche Option – Ihre Hauptzielgruppe sind Flexitarier:innen. Niemand möchte die eigene Lieblingsspeise aufgeben, aber viele probieren gern eine moderne Interpretation davon.

So nutzen Sie das Prinzip:

  • Bieten Sie bekannte Klassiker in einer pflanzlichen Version an – beispielsweise Spaghetti Bolognese, Käsespätzle, Schnitzelvariationen, Curryvariationen, Gulasch, Eintopf.
  • Bewahren Sie die typische Optik, Gewürze und Beilagen.
  • Beschreiben Sie das Gericht so, wie Sie es bei der Fleischversion tun würden.

Wenn bekannte Speisen „pflanzlich, aber vertraut“ wirken, sinkt die Hemmschwelle und die Neugier steigt.

verwirrter Bauer mit Schild "Quinoa mit Sojagranulat"

Fazit: Kleine Änderungen – großer Effekt

Durch geschickte Platzierung, die passende Kommunikation und dezente Hinweise können Sie pflanzliche Gerichte ohne Zusatzkosten in echte Bestseller verwandeln. Entscheidend ist, dass Gäst:innen die Speisen als gleichwertig, köstlich und vertraut wahrnehmen. Probieren Sie die Tipps nacheinander aus – viele Betriebe berichten bereits nach wenigen Tagen von höheren Verkaufszahlen!

Detaillierte Informationen sowie Best-Practice-Beispiele, wie man pflanzliche Speisen erfolgreich anbietet, gibt es hier: Pflanzliche Speisen zu Bestsellern machen!

 

In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Wien – Fachgruppe Gastronomie