Fastenzeit: 40 Tage ohne Tierprodukte

Fastenzeit: 40 Tage ohne Tierprodukte

23.02.2022

Jahr für Jahr zelebrieren Christ:innen zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag eine 40-tägige Fastenzeit und stimmen sich so auf das Osterfest ein. Heuer findet die katholische Fastenzeit zwischen 2. März und 14. April statt und wird von religiösen und nicht-religiösen Personen zum Anlass genommen, die eigene Ernährungs- und Lebensweise zu reflektieren.

Fasten in den christlichen Kirchen: Verzicht auf Fleisch und andere Tierprodukte

In der Geschichte des Christentums und ihrer Kirchen haben sich die Regeln für das Fasten oft geändert. Die bis heute strengsten Fastenregeln finden sich in orthodoxen Kirchen: Sie streichen Fleisch, Fisch, Milch und Eier während der Fastenzeit von ihrem Speiseplan. Hier gibt es einige Ausnahmen, denn an Wochenenden sind Weichtiere erlaubt, am Palmsonntag Fisch und in der sogenannten Milchwoche eben Milch.

Anders sieht es in der römisch-katholischen Kirche aus: Lange galt der Verzehr von Fleisch und anderen Tierprodukten als verboten. Die strengen Fastenregeln wurden jedoch über die Jahrhunderte aufgeweicht, sodass es heute keine allgemeingültigen Ernährungsvorschriften mehr gibt. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich eine Vielfalt an Fastenpraktiken entwickelt.

Fasten im 21. Jahrhundert: Vegane Ernährung als Gebot der Stunde

In Zeiten von Umwelt- und Klimakrisen kann die vegane Ernährung als Gebot der Stunde gelten. Denn mit jeder pflanzlichen Speise schonen wir die kostbaren Ressourcen des Planeten und setzen so einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige Zukunft. In der Fastenzeit überdenken viele Menschen, wie sich ihre eigene Lebensweise auf andere Menschen, aber auch auf Tiere und Umwelt auswirkt. Auf Fleisch, Milch, Eier und andere Tierprodukte während der Fastenzeit zu verzichten wird daher für immer mehr Menschen zu einer beliebten Fastenpraktik.

Probiere mit uns eine vegane Fastenzeit aus - wir versorgen dich mit Rezepten!

Fasten mit Pflanzenkost: Tipps für eine erfolgreiche Fastenzeit

Sich in der Fastenzeit vegan zu ernähren ist nicht schwierig. Denn unsere vegane Ernährungspyramide verrät auf einen Blick, wovon wie viele Portionen gegessen werden müssen. Eine Portion entspricht dabei der Größe einer geballten Faust.

  1. Viel trinken – mindestens 1,5 Liter Wasser
  2. Gemüse und Obst – mindestens 5 Portionen, bevorzugt eine große Vielfalt
  3. Getreide – mindestens 3 Portionen, bevorzugt Vollkorn
  4. Proteinreiche Lebensmittel – mindestens 1 Portion, beispielsweise Hülsenfrüchte (wie Linsen, Bohnen, Erbsen), sowie Tofu und Seitan
  5. Kalziumreiche Lebensmittel – mindestens 4 Portionen, beispielsweise grüne Gemüsesorten, Pflanzenmilch, Mineralwasser, Tofu, Sesam und Tahin
  6. Gesunde fettreiche Lebensmittel – 3-5 Esslöffel an naturbelassenen Ölen, Nüssen, Samen und Avocados

Zusätzlich zu den Ernährungstipps haben wir hunderte Rezeptideen und Restaurantempfehlungen in ganz Österreich gesammelt. So klappt die vegane Ernährung in der Fastenzeit daheim und unterwegs ohne Probleme.

Veganer Monat: Gemeinsam durch die Fastenzeit

Wir haben eine Einstiegshilfe für das Ausprobieren der veganen Ernährung erstellt. Melde dich kostenlos zum „Veganen Monat“ an und erhalte von uns per E-Mail köstliche Rezepte und nützliche Tipps und Tricks. So gehen wir gemeinsam statt einsam durch die Fastenzeit.