Fastenzeit: 40 Tage rein pflanzlich
Fastenzeit: 40 Tage rein pflanzlich
Jahr für Jahr zelebrieren Christ:innen zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag eine 40-tägige Fastenzeit und stimmen sich so auf das Osterfest ein. Heuer findet die katholische Fastenzeit zwischen dem 18. Februar und dem 4. April statt und wird sowohl von religiösen als auch von nicht religiösen Personen zum Anlass genommen, die eigene Ernährungs- und Lebensweise zu reflektieren.

Fasten in den christlichen Kirchen: Verzicht auf Fleisch und andere Tierprodukte
In der Geschichte des Christentums und ihrer Kirchen haben sich die Regeln für das Fasten oft geändert. Die bis heute strengsten Fastenregeln finden sich in orthodoxen Kirchen: Dort werden Fleisch, Fisch, Milch und Eier während der Fastenzeit vom Speiseplan gestrichen. Es gibt aber einige Ausnahmen, denn an Wochenenden sind Weichtiere erlaubt, am Palmsonntag Fisch und in der sogenannten Milchwoche eben Milch.
Anders sieht es in der römisch-katholischen Kirche aus: Lang galt der Verzehr von Fleisch und anderen Tierprodukten als verboten. Die strengen Fastenregeln wurden jedoch über die Jahrhunderte aufgeweicht, sodass es heute keine allgemeingültigen Ernährungsvorschriften mehr gibt. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich eine Vielfalt an Fastenpraktiken entwickelt.
Fasten im 21. Jahrhundert: Vegane Ernährung als Gebot der Stunde
In Zeiten von Umwelt- und Klimakrisen kann die vegane Ernährung als Gebot der Stunde gelten, denn mit jeder pflanzlichen Speise schonen wir die kostbaren Ressourcen des Planeten und setzen so ein wichtiges Zeichen für eine nachhaltige Zukunft.
In der Fastenzeit überdenken viele Menschen, wie sich ihre eigene Lebensweise auf andere Menschen, aber auch auf Tiere und Umwelt auswirkt. Auf Fleisch, Milch, Eier und andere Tierprodukte während der Fastenzeit zu verzichten, wird daher für immer mehr Menschen zu einer beliebten Fastenpraktik.
Fasten mit Pflanzenkost: Tipps für eine erfolgreiche Fastenzeit
Sich in der Fastenzeit vegan zu ernähren, ist nicht schwierig. Unser veganer Teller verrät auf einen Blick, wie die pflanzliche Ernährung in der Praxis umgesetzt werden kann.
- Viel trinken – mindestens 1,5 Liter Wasser
- Gemüse und Obst als Basis – ½ des Tellers
- (Vollkorn-)Getreide & Co. – knapp ¼ des Tellers
- Hülsenfrüchte – knapp ¼ des Tellers
- Nüsse, Ölsaaten und hochwertige Öle – ein kleiner, aber wichtiger Teil des Tellers
Rezeptideen für die vegane Fastenzeit
Wie wäre es mit einem zimtigen Bratapfel-Quinoa-Auflauf, der sich fürs Frühstück gut vorbereiten lässt, und einem knusprigen Kornstangerl mit Tempeh, Gemüse und frischem Kren für die Mittagspause im Büro? Von einfachen Rezepten wie Steinpilzsuppe oder Erdäpfel-Lauch-Gratin über Comfort-Food wie Brokkoli-Käse-Nuggets oder Krautfleckerl bis zu aufwändigeren Rezepten wie Lammkoteletts in Kräuterkruste oder Linsenbraten im Blätterteigmantel finden sich in unserer Rezeptsammlung viele Inspirationen. Naschkatzen gehen auch nicht leer aus: Vom Mohnstrudel bis zur Sacher Torte ist alles vegan möglich.
Zusätzlich zu den Ernährungstipps finden sich auf unserer Website hunderte Rezeptideen und Restaurantempfehlungen für ganz Österreich.
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Weiterführende Links:
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- Schnitzel, Knödel, Kaiserschmarren: Österreichische Küche vegan
- Der vegane Teller: So gelingt eine ausgewogene pflanzliche Ernährung
- Regional, saisonal und vegan durch den Winter
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