Veganboom: Hype oder nachhaltige Entwicklung?

Veganboom: Hype oder nachhaltige Entwicklung?

17.03.2016

Gibt es den Veganboom wirklich? – Statisches Material

Wie viele Veganer_innen gibt es?

Laut einer repräsentativen Studie des IFES-Institutes lebten in Österreich Ende 2013 knapp 10% der Einwohner_innen vegetarisch. Seitdem dürfte die Zahl noch weiter angestiegen sein. Inzwischen lebt ein gutes Prozent der Österreicher_innen vegan. Diesen Schluss lassen internationale Vergleichswerte zu, welche sich mit dem Verhältnis von Veggies und Veganer_innen im deutschsprachigen Raum beschäftigen.

Grenzen verschwimmen zunehmend

Die Breite der Regale mit veganen Alternativen in den Supermärkten wächst gefühlt jede Woche. Interessant ist die Tatsache, dass etwa 80 % der Käufer_innen dieser Produkte weder konsequent vegetarisch noch vegan leben. Das haben Marktforschungen von den großen Supermarktketten ergeben. In diesem Sinne sind auch die Werbeslogans wie „Ich bin zwar keine Vegetarierin, aber ich liebe Veggie.“ zu verstehen.

Spürbare Nachfrage

Als Verein spürt die Vegane Gesellschaft Österreich eine immer größer werdende Nachfrage nach Informationen wie Rezepten, Gesundheitsauskünften, Veranstaltungen und Austausch. Inzwischen lassen sich über 40.000 Menschen auf Facebook auf unserer Seite informieren – das ist mehr als die namhafte NGO Global 2000 Fans hat.

Institutioneller Wandel statt Seifenblase

Es gibt ein sehr starkes Argument, warum sich die Bewegung in diese Richtung weiterentwickeln wird. Angestoßen durch unser Vegucation-Projekt (Vegan-vegetarische(r) Jungkoch/Jungköchin) werden in einigen Jahren in allen berufsbildenden Schulen mit Gastronomiebezug jährlich hunderte Schüler_innen in veganer Küche ausgebildet sein. Der Staat übernimmt die Verantwortung und die Schulen bringen mündige Schüler_innen und qualifizierte Arbeitskräfte hervor. Demnach ist, selbst wenn weniger Zeitungsartikel zu diesen Themen erscheinen sollten, gewährleistet, dass die Qualität der Küchen bereits gehoben wurde und der vegane Gedanke weitergetragen wird.

Auch Supermärkte und Großküchen verändern kraftvoll und stetig ihr Angebot. Je mehr hochwertiges und leistbares Angebot vorhanden ist, desto mehr Nachfrage gibt es. Den Willen ihre Ernährung zu verändern haben viele, sind jedoch keine Alternativen im Einkaufsregal oder im Wirtshaus erhältlich, erscheint eine Umsetzung erschwert. Und das ist jetzt anders! Vegan ist das neue Bio.

Teaser: fotolia.com | fotomek